Bauern protestieren in Saarbrücken gegen Sparpläne

Am heutigen Montag (18. Dezember 2023) protestierten Saar-Bauern vor dem Landtag in Saarbrücken. Sie stellen sich gegen die Spar-Pläne der Ampel-Regierung, die vorsehen, Steuervergünstigungen zu streichen.
Rund 350 Bauern demonstrieren am Montag (18.12.2023) anlässlich der Plenarsitzung vor dem Saarbrücker Landtag. Foto: BeckerBredel
Rund 350 Bauern demonstrieren am Montag (18.12.2023) anlässlich der Plenarsitzung vor dem Saarbrücker Landtag. Foto: BeckerBredel

Saar-Bauern protestieren in Saarbrücken

Rund 350 saarländische Landwirte haben am Montag vor dem Landtag in Saarbrücken gegen die geplante Streichung von Steuervergünstigungen durch die Ampel-Koalition protestiert. „Das lassen wir uns nicht bieten“, sagte der Hauptgeschäftsführer vom Bauernverband Saar, Alexander Welsch.

Mehrkosten von 10.000 Euro durch KfZ-Steuer und wegfallende Subventionen

Wenn die Subvention zum Agrardiesel wegfalle und die Bauern künftig für Traktoren Kfz-Steuer zahlen müssten, bedeute das für die Saar-Landwirte Mehrkosten von bis zu 10.000 Euro pro Betrieb und Jahr. In Folge würden weitere Landwirte aufgeben müssen.  „Es können einige dann nicht mehr durchhalten“, so Welsch.

Bauern wollen Druck machen und Pläne stoppen

Seit längerem müssen die Branchen eine Kürzungswelle nach der anderen hinnehmen. „Jetzt reicht es aber.“ Mit ihrer Kundgebung vor dem Landtag wollten die Bauern Druck auf die Politik machen, die Pläne der Ampel noch zu stoppen.

Laut Polizei wurden bei der Kundgebung auch acht Traktoren gezählt. Besondere Vorkommnisse gab es nicht, sagte ein Sprecher. Neben der Polizei sprach auch Welsch von rund 350 Teilnehmern.

1.200 Landwirtschaftsbetriebe im Saarland betroffen

Von den Einsparplänen der Regierung sei jeder landwirtschaftliche Betrieb betroffen, sagte er. Im Saarland gibt es laut Verband noch rund 1.200 Betriebe, die Landwirtschaft betreiben. Darunter seien 400 bis 500 größere, 250 bis 300 seien Haupterwerbslandwirte.

Verwendete Quellen:
– Deutsche Presse-Agentur