Berliner muss man nicht kaufen: So macht ihr das Gebäck selbst

Fasching, Karneval, Faasend oder wie immer ihr es auch nennen wollt, ist einfach nicht vollständig ohne Berliner, Krapfen oder Faasendkichelcher. Bevor ihr also nach Fastnacht artig zu fasten beginnt, solltet ihr euch mit hausgemachtem, zuckrigem Siedegebäck vollstopfen. Die Frau am Grill zeigt euch wie:
Faasendkichelcher wie man sie im Saarland nennt, heißen anderswo Krapfen oder Berliner. Foto: Matthias Würfl
Faasendkichelcher wie man sie im Saarland nennt, heißen anderswo Krapfen oder Berliner. Foto: Matthias Würfl
Faasendkichelcher wie man sie im Saarland nennt, heißen anderswo Krapfen oder Berliner. Foto: Matthias Würfl
Faasendkichelcher wie man sie im Saarland nennt, heißen anderswo Krapfen oder Berliner. Foto: Matthias Würfl

Heißt es nun Fasching oder Karneval (oder etwa – wie im Saarland – Faasend)? Sagt man Krapfen oder Berliner (oder doch Faasendkichelche)? Egal, Hauptsache Italien, antwortet der Legende nach einst Fußballprofi Andi Möller, als er gefragt wurde, ob er denn jetzt zu einem Verein in Mailand oder Madrid wechseln würde.

Was das alles mit dem heutigen Rezept zu tun hat? Möller war es anscheinend einerlei, in welcher Stadt sein neuer Arbeitgeber sitzt. Und genauso wird es dem Fan von Süßspeisen, die es besonders in der fünften Jahreszeit gibt, egal sein, wie man sie nennt – zumindest, wenn dieser Fan mit Heißhunger davorsteht. Solange sie eben schmecken, kann etwas wie die Bezeichnung schnell lapidar sein.

Krapfen und Berliner

Darum sollte die Überschrift eigentlich „Krapfen und Berliner“ heißen. Denn generell wird dasselbe darunter verstanden – egal, wo man sich befindet. Ein Hefegebäck, das im heißen Fett herausgebacken wird, sehr luftig und locker schmeckt und im besten Fall noch eine süße Füllung sowie ein buntes und visuell ansprechendes Topping enthält.

Die böse Variante des Krapfens beziehungsweise Berliners soll es auch geben – und eine sehr üble Überraschung beinhalten. Dann nämlich, wenn der oder die Ahnungslose voller Vorfreude in den Krapfen beißt, sich fragt, an welcher süßen Marmelade oder welchem leckeren Pudding er/sie sich nun gleich erfreut und: Es dann doch bloß mittelscharfer Senf ist.

Ein paar ernste Worte dürfen aber an dieser Stelle auch nicht fehlen. Wichtig bei der Zubereitung von Krapfen und Berlinern ist: Bitte die Butter geschmolzen beigeben. Und die Milch lauwarm. Ob der Teig Aussicht darauf hat, einen tollen Krapfen oder Berliner abzugeben, sieht man, wenn dieser nach dem „Gehen“ schön fluffig daherkommt.

Sicherheitshinweis: Besonders bei Kindern erfreuen sich Krapfen und Berliner großer Beliebtheit. Ebenso wie beim Plätzchenbacken vor Weihnachten sind sie deshalb gerne mal bei der Zubereitung dabei. Doch Achtung: Krapfen werden in siedend heißem Fett herausgebacken. Darum bitte immer ein Auge auf die Sicherheit der lieben Kleinen haben!

Rezept

Für 10 Portionen 
Vorbereitungszeit: 30 Minuten
Zubereitungszeit: 10 Minuten
Wartezeit: 60 Minuten

Zutaten

500 g Mehl
42 g Hefe (frisch)
50 g Zucker
250 ml Milch (lauwarm)
3 Stk Eigelb
1 TL Salz
100 g Butter (zerlassen)
750 g Backfett (Palmin oder Sonnenblumenöl möglich)
50 g Puderzucker
1 Glas Marmelade

Zubereitung

1. Mehl in eine Schüssel geben und die Hefe in Flocken darüber verteilen.
2. Milch, Zucker, Eigelb, Salz und zerlassene Butter zugeben und zu einem glatten Teig verrühren.
3. Den Teig zugedeckt bei Raumtemperatur „gehen lassen“ bis er sich verdoppelt hat.
4. Anschließend den Teig in etwa faustgroße Kugeln formen (schleifen), auf eine Backunterlage legen und etwas plattdrücken und weitere 15 Minuten unter einem Tuch abgedeckt „gehen lassen“.
5. Die rohen Krapfen ins heiße Backfett/Öl legen und circa drei Minuten hellbraun ausbacken, am besten Deckel schließen.
6. Dann den Deckel abnehmen und die Krapfen wenden und weitere zwei bis drei Minuten ausbacken.
7. Die Krapfen mit einem Schaumlöffel herausnehmen und zum Abtropfen auf ein Küchenpapier legen.
8. Die Krapfen vorsichtig im Zucker wenden.
9. Mithilfe einer Gebäckspritze können die Krapfen nun mit Marmelade gefüllt und ein Topping nach Belieben platziert werden.

Wer das nicht verstanden hat, kann sich aber auch einfach das Tutorial von der Frau am Grill ansehen:

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Verwendete Quellen:
Die Frau am Grill by Anja Auer