Beschäftigte der Stahlindustrie im Saarland bekommen mehr Geld

Eine Corona-Beihilfe im September gibt es für die rund 15.000 Beschäftigten der Saar-Stahlindustrie. Über die Höhe der Einmalzahlung hatten zuvor IG Metall und die Arbeitgeber:innen verhandelt. Zudem umfasst das Tarifergebnis eine dauerhafte Entgelterhöhung.

Mehr Geld für Beschäftigte der Saar-Stahlindustrie

Die rund 15.000 Beschäftigten der saarländischen Stahlindustrie bekommen im September eine Corona-Beihilfe von 500 Euro. Diese Einmalzahlung ist ein Ergebnis der Verhandlungen zwischen der IG Metall Mitte und den Arbeitgeber:innen, die in der Nacht zum Mittwoch (12. Mai 2021) endeten.

Nach Angaben der Gewerkschaft umfasst das erzielte Tarifergebnis auch eine dauerhafte Entgelterhöhung. „Wir haben für die Stahlindustrie an der Saar einen guten Kompromiss gefunden“, so IG Metall-Verhandlungsführer und Leiter des IG Metall Bezirks Mitte, Jörg Köhlinger.

Neben der bestehenden jährlichen Zahlung aus dem Tarifvertrag „zusätzliche Vergütung“ von 1.000 Euro werde ab 2023 im Februar eine wiederkehrende Zahlung in Höhe von 600 Euro ausgezahlt. In der Zwischenphase erhielten die Beschäftigten 500 Euro, die im Februar 2022 ausbezahlt werden sollen, hieß es. Auszubildende erhalten im September auch eine Corona-Beihilfe von 300 Euro, eine Tarifzahlung im Februar von weiteren 300 Euro und eine jährliche tarifliche Erhöhung von 360 Euro ab Februar 2023.

Darüber hinaus wurden die Tarifverträge zur Beschäftigungssicherung und Altersteilzeit verlängert. Die Laufzeit der Entgelttarifverträge endet demnach am 31. August 2022. Das Tarifgebiet umfasst neben dem Saarland auch Buderus Edelstahl in Wetzlar sowie die Badischen Stahlwerke Kehl.

Verhandlungen über Transformationstarifvertrag

Laut dem Verband der Saarhütten wurde zudem beschlossen, dass die Tarifparteien in Verhandlungen über einen Transformationstarifvertrag zur Gestaltung des Umbaus hin zu einer CO2-neutralen Stahlproduktion eintreten. Auch eine „Strukturanalyse der tarifvertraglichen Regelungen“ sei vereinbart worden, „um gegebenenfalls vorhandene strukturelle Nachteile festzustellen und zu beseitigen“. Eine wesentliche Mehrbelastung der saarländischen Stahlindustrie ergebe sich aus dem in der Branche sonst nicht üblichen Urlaubsgeld, hieß es.

Verwendete Quellen:
– Deutsche Presse-Agentur

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