Brand in Brebach: Zwei Großeinsätze der Feuerwehr im gleichen Haus

Am gestrigen Samstag (25. September 2021) musste die Feuerwehr gleich zu zwei Großeinsätzen zum gleichen Haus in Brebach ausrücken. Am Nachmittag gestaltete sich der Einsatz noch vergleichsweise harmlos. In der Nacht kam es dann zu einem Großfeuer.

Großeinsatz der Feuerwehr in Brebach. Foto: BeckerBredel

Zwei Feuerwehr-Einsätze im gleichen Haus in Brebach

Am gestrigen Samstag kam es im gleichen Haus in der Saarbrücker Straße in Brebach zu zwei Feuerwehr-Einsätzen. Bereits am frühen Nachmittag wurden Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst von besorgten Anwohner:innen alarmiert. Diese gaben an, dass aus einem Haus Rauch dringe, die Bewohnerin des betroffenen Hauses sich aber weigere, die Tür zu öffnen. Auch beim Eintreffen der Einsatzkräfte weigerte sich die Frau, Eintritt zu gewähren.

Feuerwehrleute müssen sich gewaltsam Zutritt verschaffen

Schließlich mussten die Feuerwehrleute eine Scheibe einschlagen und das Schloss gewaltsam öffnen. Da sich die Frau auch dann noch weigerte, ihr verqualmtes Haus zu verlassen, musste sie mit Zwang zum eigenen Schutze aus dem Haus getragen werden. Die Frau verweigerte sich einer anschließenden Behandlung durch den Rettungsdienst.

Die Einsatzkräfte fanden in der Folge einen brennenden Kaminofen auf einem Balkon vor. Der Qualm war durch eine offene Tür ins Haus gezogen. Im Anschluss wurde das Gebäude gelüftet. Ein Sachschaden entstand zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Großfeuer in der Nacht

Das sollte sich allerdings in der Nacht von Samstag auf Sonntag ändern. Erneut wurde die Feuerwehr zu dem gleichen Haus in die Saarbrücker Straße nach Brebach alarmiert. Diesmal kam es allerdings zu einem größeren Dachstuhlbrand. Das Dachgeschoss des Hauses stand komplett in Flammen. Das Feuer drohte auf die Nachbarhäuser überzugreifen.

Nachbarhäuser müssen evakuiert werden

Insgesamt zwölf Menschen mussten aus ihren Häusern evakuiert werden. Die Bewohnerin des in Flammen stehenden Hauses hatte das Gebäude bereits beim Eintreffen der Feuerwehr selbstständig verlassen. Sie wurde sofort vom Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes in eine Klinik gebracht.

Feuer bis tief in die Nacht bekämpft

Bis tief in die Nacht bekämpfte die Feuerwehr den Brand. „Der Zugang über den Treppenraum zum Brandort gestaltet sich schwierig, im Verlauf der Löscharbeiten zündete der Dachstuhl durch. Es wurden Löschtrupps im Innenangriff eingesetzt, parallel wurde die Brandbekämpfung von außen mit zwei Drehleitern mit zwei Löschrohren und einem weiteren Löschrohr vom Boden aus bekämpft“, beschreibt die Saarbrücker Berufsfeuerwehr ihren Einsatz.

Eine Brandausbreitung auf das Nachbargebäude konnte so ebenso wie das „Hauptfeuer“ abgelöscht werden. Noch mehrere Stunden lang musste das Auflodern von Glutnestern bekämpft werden.

Haus gilt als unbewohnbar

Die genaue Brandursache ist noch nicht eindeutig geklärt. Es wird aber wegen fahrlässiger Brandstiftung ermittelt. Das Haus wurde durch die Polizei gesperrt und gilt derzeit als unbewohnbar.

Verwendete Quellen:
– Mitteilung der Berufsfeuerwehr vom 26.09.2021
– Informationen des Pressedienstes BeckerBredel