Ford plant massiven Stellenabbau im Werk Saarlouis: 1600 Jobs gefährdet

Der Autohersteller Ford will aller Voraussicht nach 1600 Jobs im Werk in Saarlouis abbauen. Darüber sind die Beschäftigten des Ford-Werkes in einer Betriebsversammlung informiert worden.
Der Autohersteller Ford plant an seinem zweitgrößten deutschen Produktionsstandort in Saarlouis einen Jobabbau. Foto: Oliver Berg
Der Autohersteller Ford plant an seinem zweitgrößten deutschen Produktionsstandort in Saarlouis einen Jobabbau. Foto: Oliver Berg
Der Autohersteller Ford plant an seinem zweitgrößten deutschen Produktionsstandort in Saarlouis einen Jobabbau. Foto: Oliver Berg
Der Autohersteller Ford plant an seinem zweitgrößten deutschen Produktionsstandort in Saarlouis einen Jobabbau. Foto: Oliver Berg

Offenbar großer Stellenabbau bei Ford in Saarlouis

Am zweitgrößten deutschen Produktionsstandort des Autoherstellers Ford in Saarlouis zeichnet sich ein deutlicher Stellenabbau ab. Darüber sind die Beschäftigten des Ford-Werkes in einer Betriebsversammlung informiert worden. Wie viele Arbeitsplätze in dem traditionsreichen Werk wegfallen, ist dem Unternehmen zufolge noch nicht sicher. Da im kommenden Jahr die Produktion des Modells C-Max in Saarlouis auslaufe, sagte eine Ford-Sprecherin, dass man vermutlich von einem Dreischicht- in einen Zweischichtbetrieb übergehe. Davon wären dann rund 1.600 Mitarbeiter betroffen.

Die Gründe für den Stellenabbau in Saarlouis

Eine Unternehmenssprecherin von Ford klärte über die Gründe des Stellenabbaus auf. Ford habe in den ersten drei Quartalen dieses Jahres in Europa Verluste eingefahren und wolle zurück in die Gewinnzone.

Ford-Vorstandschef Jim Hackett hatte zuvor bereits ein massives Sparprogramm angekündigt. Die Kosten bei dem Konzern sollen drastisch sinken. Der US-Autobauer tut sich vor allem international schwer und hatte auch von zusätzlichen Belastungen durch den Zollstreit zwischen den USA und Handelspartnern wie China und der EU gesprochen.

Die Politik im Saarland reagiert bestürzt auf den Stellenabbau

Politiker im Saarland reagierten bestürzt. „Der geplante Personalabbau bei den Ford-Werken ist ein schwerer Schlag für die Angestellten, für die Menschen unserer Region und für den saarländischen Wirtschaftsstandort“, teilten der Oberbürgermeister von Saarlouis, Peter Demmer, und der Landrat des Kreises Saarlouis, Patrik Lauer (beide SPD), mit. Ford als zweitgrößter saarländischer Industriebetrieb sichere die finanzielle Existenz vieler Familien.

Stellenabbau in Saarlouis soll sozialverträglich ablauben

Laut einer Ford-Sprecherin würden 400 Beschäftigte ohnehin Ende des Jahres in den Ruhestand gehen. Zudem liefen 500 Leiharbeitsverträge, die zum Start der neuen Focus-Produktion Mitte 2018 geschlossen worden seien, Mitte 2019 aus. Über 600 weitere Beschäftigte gingen in den kommenden Monaten in Ruhestand oder könnten in Altersteilzeit gehen. „Da werden sozialverträgliche Lösungen gefunden“, sagte die Sprecherin.