Frankreich plant neue Corona-Maßnahmen

Die französische Regierung will im Kampf gegen die zweite Corona-Welle die Schraube weiter anziehen. Nach Angaben von Premierminister Jean Castex seien neue Maßnahmen unerlässlich.

Spekuliert wird über eine Ausweitung der nächtlichen Ausgangssperre oder einen Lockdown. Foto: Michel Spingler/AP/dpa-Bildfunk
Spekuliert wird über eine Ausweitung der nächtlichen Ausgangssperre oder einen Lockdown. Foto: Michel Spingler/AP/dpa-Bildfunk

Weitere Maßnahmen

Frankreich plant neue Corona-Maßnahmen: Darüber hat Premierminister Jean Castex am Dienstagabend (27. Oktober 2020) informiert. Ins Detail ging er dabei nicht, so „dpa“. Am heutigen Mittwochabend werde sich Staatschef Emmanuel Macron an seine Landsleute wenden, hieß es in Kreisen des Élyséepalastes.

Ausweitung der Ausgangssperre?

Derweil werde in Frankreich über eine mögliche Ausweitung der bereits geltenden nächtlichen Ausgangssperre in 54 Départements oder einen Lockdown spekuliert – entweder auf nationaler Ebene oder in einzelnen, besonders betroffenen Regionen. Regierungschef Castex kündigte für Donnerstag eine Erklärung im Parlament an.

Lage verschlechtert sich

Die Corona-Lage verschlechtert sich in Frankreich seit Wochen dramatisch, so „dpa“. Die Zahl der Neuinfektionen erreichte in der vergangenen Woche mehrmals Spitzenwerte. Auch die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten Todesopfer binnen 24 Stunden stieg stark an – am Dienstagabend meldeten die Behörden 523. Damit wurde wieder das hohe Niveau vom April erreicht. Die Gesamtzahl der Todesopfer liegt nun bei 35.500.

Am Sonntagabend wurden erstmals seit Beginn der großflächigen Testungen mehr als 52.000 Ansteckungen innerhalb von 24 Stunden erfasst. Es gilt bereits eine nächtliche Ausgangssperre für rund zwei Drittel der Einwohner, also rund 46 Millionen Menschen.

Verwendete Quellen:
– Deutsche Presse-Agentur

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