Für Hausärzt:innen und mehr: Saarland weitet Impfanspruch mit höchster Priorität aus

Mit Blick auf das Infektionsgeschehen will das Saarland mehr tun. Demgemäß soll hierzulande unter anderem der Impfanspruch mit höchster Priorität ausgeweitet werden. Ab sofort profitieren nach Angaben des Saar-Gesundheitsministeriums etwa Hausärzt:innen davon. Die weiteren Maßnahmen im Überblick:

„Wir müssen mit Blick auf das Infektionsgeschehen und die Ausbreitung einer schnell übertragbaren Virusmutation noch mehr tun, um Bewohnerinnen und Bewohner der Alten- und Pflegeeinrichtungen zu schützen“, sagte Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU). In diesem Sinne hat das Saarland einige Maßnahmen angekündigt beziehungsweise umgesetzt.

Impfanspruch ausgeweitet

„Auch das im Saarland tätige medizinische Personal und die Heilmittelerbringer in den Alten- und Pflegeeinrichtungen sind für die Bewältigung der Corona-Pandemie unerlässlich. Daher müssen wir diese Personen unbedingt schützen und diejenige, die einem besonders hohem Expositionsrisiko ausgesetzt sind, bei der Impfung zu priorisieren“, so Bachmann.

Ab sofort seien demnach einem Impfanspruch mit höchster Priorität zugehörig:

– Ärzt:innen
– medizinisches Fachpersonal 
– Heilmittelerbringer, welche regelmäßig Hausbesuche in Alten- und Pflegeeinrichtungen vornehmen

„Zusätzlich werden Ärztinnen und Ärzten, die Coronasprechstunden halten oder als Abstrichpraxis gelten, priorisiert geimpft. Mittels einem Priorisierungscode können diese Personengruppen sich nun ebenfalls auf der Impfliste registrieren“, so die Angaben des Saar-Gesundheitsministeriums.

Land gibt 25.000 Masken an Einrichtungen

Gesundheitsstaatssekretär Stephan Kolling (CDU): „Wir müssen in den Wintermonaten alles daransetzen, Infektionsausbrüche zu verhindern„. Daher werde man 25.000 FFP2-Masken „in die Heime geben, damit sich Besucherinnen und Besucher sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schützen und auch andere schützen“.

Intensivierung von Testungen

Ebenso wurde angekündigt, die Testungen der Bewohner:innen und des Personals in den saarländischen Alten- und Pflegeheimen zu intensivieren. In der ersten Januarwoche seien 36.572 Schnelltests durchgeführt worden. „16.756 entfielen dabei auf die Bewohnerinnen und Bewohner, 12.731 auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 7.085 auf die Besucherinnen und Besucher“, so die Angaben des Ministeriums. Positive Testergebnisse gab es in insgesamt 148 Fällen.

Verwendete Quellen:
– Mitteilung des Saar-Gesundheitsministeriums, 14.01.2021