Grasmilben plagen das Saarland – Was tun bei Juckreiz und Hautrötungen?

Grasmilben sorgen bei den Menschen im Saarland derzeit für Hautrötungen, Juckreiz – und teils schlaflose Nächte. Doch woher kommen die kleinen Spinnentierchen? Und was kann man gegen ihre quälenden Bisse tun? Die wichtigsten Informationen dazu findet ihr in dieser Übersicht:

Die Bisse sorgen für rote Stellen und Juckreiz auf der Haut. Symbolfoto: dpa-Bildfunk/Friso Gentsch
Die Bisse sorgen für rote Stellen und Juckreiz auf der Haut. Symbolfoto: dpa-Bildfunk/Friso Gentsch

Grasmilben im Saarland

Angefangen hat offenbar alles am vergangenen Freitag (18. Juni 2021). Etwa in den sozialen Medien stellten sich zahlreiche Saarländer:innen die Frage: Woher kommen plötzlich die roten und juckenden Punkte auf der Haut?

Besonders viele Betroffene meldeten sich aus dem Regionalverband Saarbrücken. Laut „SZ“ seien an dem Tag wegen der Symptome Hunderte Kinder aus den Schulen nach Hause geschickt worden. Das nahm das zuständige Gesundheitsamt zum Anlass, um über die Situation zu informieren. Zu den Vorfällen teilte es mit: „[…] keine Sorge. Es handelt sich dabei um die Grasmilbe, die bei diesen Witterungen vermehrt vorkommt„.

Sind die Bisse gefährlich?

Nach Angaben des Gesundheitsamts sind die Bisse der Grasmilbe nicht gefährlich. Der DRK-Ortsverein Saarburg e.V. informierte auf Facebook: Wer gebissen wurde, benötige viel Geduld. Der Juckreiz könnte dem Beitrag zufolge auch Wochen anhalten. „Wichtig aber ist: Sie (die Grasmilben, Anm. d. Red.) sind nicht gefährlich oder ansteckend.

Was kann man gegen den Juckreiz tun?

Auf der Webseite des DRK-Ortsvereins Saarburg e.V. gibt es einige Tipps zum Umgang mit den Bissen der Grasmilbe. Dazu gehören unter anderem:
– Kühlen der Einstichstelle (auch lokale kühlende Gels möglich)
– Anwenden von antiallergischen Säften oder Tabletten bei starken Symptomen
– Kratzen der Wunde möglichst vermeiden
– Behandlung durch Ärzt:in nur bei starker Eiterbildung erforderlich

Die Hinweise des Regionalverband-Gesundheitsamts:
– Dusche und normale Hautcreme sorgen für „baldige Linderung“

Zu den präventiven Maßnahmen gehören nach DRK-Angaben etwa:
– Wiesen meiden, auf denen sich Nutz- und Haustiere aufhalten
– Beine beziehungsweise nackte Füße mit Insektenabwehrmittel besprühen
– Rasen mähen (einmal pro Woche)

Woher kommen Grasmilben so plötzlich?

Laut DRK-Webseite kommen die Grasmilben „im Frühjahr aus dem Boden und bleiben bis zum Spätherbst aktiv“. Für die Bisse sorgen den Angaben zufolge die etwa 0,2 bis 0,3 Millimeter großen Larven der Grasmilbe. Oft seien sie „blass orange eingefärbt und sehr beweglich“.

Üblicherweise seien Haus- oder Nagetiere die „bevorzugten Opfer der Larven“, so das DRK. Menschen würden eher bei einem zufälligen Kontakt befallen. Das geschieht etwa über die Spitze eines Grashalmes. Dort warten die Spinnentierchen – ähnlich wie Zecken – auf ihre potenziellen Opfer, heißt es. Die Grasmilben-Larven suchen sich dann meist „feuchte, warme Stellen auf der Haut„, beispielsweise im Bereich der Kniekehle.

Verwendete Quellen:
– Facebook-Gruppe „Ich bin aus Brebach (Info Gruppe)“
– Facebook-Seite „Regionalverband Saarbrücken“
– Facebook-Seite „DRK-Ortsverein Saarburg e.V.“
– Webseite „DRK-Ortsverein Saarburg e.V.“
– Saarbrücker Zeitung
– eigener Bericht

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