Heizkraftwerk in Völklingen-Fenne soll vorläufig stillgelegt werden

Der Essener Energiekonzern Steag hat nun auch die vorläufige Stilllegung des Heizkraftwerks Völklingen-Fenne beantragt. Ausschlaggebend für die Entscheidung sei Folgendes gewesen:

Das Heizkraftwerk in Fenne soll vom Netz gehen. Foto: Wikimedia Commons/David Rasp/CC4.0-Lizenz/Bild unbearbeitet
Das Heizkraftwerk in Fenne soll vom Netz gehen. Foto: Wikimedia Commons/David Rasp/CC4.0-Lizenz/Bild unbearbeitet

Steag beantragt Stilllegung von Heizkraftwerk Fenne

Mittlerweile hat Steag auch die vorläufige Stilllegung des Heizkraftwerks Völklingen-Fenne beantragt. Bereits Anfang April war ein solcher Antrag für das Modellkraftwerk in Fenne ergangen, teilte Steag am heutigen Dienstag (4. Mai 2021) mit.

Die Begründung der Entscheidung

Ausschlaggebend für die Entscheidung seien erneut „wirtschaftliche Erwägungen“ gewesen, so die Angaben des Konzerns. Einerseits verhinderten „wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf absehbare Zeit einen auskömmlichen Betrieb“. Zum anderen sei ein Weiterbetrieb über das Jahr 2026 hinaus durch die gesetzlichen Regelungen für den Ausstieg aus der Steinkohleverstromung „praktisch ausgeschlossen“, hieß es in der Mitteilung. Auch das Kraftwerk Bergkamen in Nordrhein-Westfalen soll demnach vom Netz gehen.

Antrag werde nun überprüft

Auf den Antrag folge nun eine Prüfung des Übertragungsnetzbetreibers Amprion, ob die Anlagen als systemrelevant einzustufen sind, so Steag. Eine endgültige Entscheidung, ob sie zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit erforderlich seien, treffe die Bundesnetzagentur. Die Außerbetriebnahme werde keine Auswirkungen auf die Wärmeversorgung an der Saar haben, hieß es.

Planung von Elektrolyseur für grünen Wasserstoff

Der Standort Völklingen-Fenne behalte für Steag „eine zentrale Bedeutung“. Unter dem Projekttitel „HydroHub Fenne“ plane das Unternehmen dort die Errichtung eines Elektrolyseurs zur Erzeugung grünen Wasserstoffs. Dieser solle künftig von Fenne aus einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung der Stahlindustrie und des Mobilitätssektors im Saarland leisten.

Verwendete Quellen:
– Deutsche Presse-Agentur
– Verwendetes Foto: Wikimedia Commons/David Rasp/CC4.0-Lizenz/Bild unbearbeitet

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