Im Saarland kommen die meisten Schwenker auf den Schwenker

Im Saarland kommen die meisten Steaks auf den Grill oder besser gesagt: Schwenker auf den Schwenker. Eine Studie hat das Grillverhalten der Deutschen und regionale Unterschiede unter die Lupe genommen. Auch saarländische Veggies zeigen sich dabei als Gourmets.
Im Saarland grillt man deutschlandweit am häufigsten Schwenker. Symbolfoto: Avda /CC BY-SA 3.0
Im Saarland ist die Grill- und Schwenksaison eröffnet. Symbolfoto: Avda /CC BY-SA 3.0
Im Saarland grillt man deutschlandweit am häufigsten Schwenker. Symbolfoto: Avda /CC BY-SA 3.0
Im Saarland ist die Grill- und Schwenksaison eröffnet. Symbolfoto: Avda /CC BY-SA 3.0

„Was grillen die Deutschen?“ Dieser Frage ging der „Rabobank Food Navigator“ anlässlich der aktuellen Grillsaison nach. Das Meinungsforschungsinstitut „Civey“ führte dazu eine repräsentative Online-Umfrage durch. Mehr als 2.800 Menschen wurden zu ihrem Grillverhalten befragt. 

Die Deutschen grillen am liebsten Fleisch

Dabei zeigt sich: In Deutschland kommt vor allem Fleisch auf den Rost. Nur eine kleine Gruppe der Befragten setzt auf vegetarische Alternativen wie Tofu (1,4 Prozent) oder Grillkäse (6,6 Prozent). Immerhin 9,9 Prozent legen Gemüse auf. 

Im Saarland am häufigsten Schwenker auf den Schwenker

Am beliebtesten bei den Fleischprodukten ist mit 46,4 Prozent das Steak, auf dem zweiten Platz liegt die Wurst (19,6 Prozent). Vor allem im Saarland kommt nichts an einen Schwenker ran. Im Bundesländervergleich führt das kleinste Flächenland mit 61,4 Prozent beim Steak-Grillen. Es folgen Baden-Württemberg (55,4 Prozent) und Rheinland-Pfalz (54,0 Prozent). Schlusslichter sind Berlin (38,5 Prozent) und Hamburg (35,9 Prozent).

Aber auch gegrillter Fisch kommt im Saarland vergleichsweise häufig auf den Tisch. Mit 9,8 Prozent liegt das Bundesland noch vor Hamburg, das trotz Status als Hafenstadt nur auf Platz 6 liegt. Am meisten Fisch wird mit 11,0 Prozent in Bremen gegrillt. 

Frauen wählen häufiger Fleisch-Alternativen

Frauen greifen noch deutlich häufiger zu Alternativen wie Gemüse (14,3 Prozent) als Männer (5,6 Prozent). Auch bei Grillkäse liegen Frauen rund fünf Prozentpunkte vor den Männern (9,3 Prozent zu 4,2 Prozent), bei Fisch ist es nur etwa ein Prozent. (7,0 Prozent zu 5,9 Prozent). Dennoch geben beide Geschlechter Fleisch grundsätzlich den Vorzug.

Kosten spielen beim Fleischkonsum kaum eine Rolle

Der Trend zum Fleisch spiegelt sich auch in den Supermärkten wider, wo günstige Fleischangebote deutlich leichter zu finden sind als vegetarisches Grillgut, das oftmals auch deutlich teurer ist. Laut „Rabobank Food Navigator“ würde ein höherer Fleischpreis den Konsum allerdings kaum verringern – zumindest nicht was Grillen angeht. Nur 3,0 Prozent gaben an, aus Kostengründen auf Fleisch zu verzichten. Etwas weniger als die Hälfte der Befragten (43,2 Prozent) will sich den Fleischgenuss nicht nehmen lassen. 

Vegetarisches Grillgut meist aus ethischen Gründen gewählt

Wer lieber vegetarische Alternativen auf den Rost legt, tut das meist aufgrund des Tierwohls (32,8 Prozent) und für die eigene Gesundheit (25,5 Prozent). Aber auch intransparente Produktionsbedingungen (17,4 Prozent) wurden häufig als Grund gegen Fleisch genannt. Dabei hatten sechsmal so viele Städter (30,4 Prozent) ethische Bedenken wie Menschen, die in ländlichen Gebieten leben (5,3 Prozent).

Für saarländische Veggies ist Geschmack am wichtigsten

Für Vegetarier:innen im Saarland spielten jedoch Gaumenfreuden die wichtigste Rolle. Getreu dem Motto „Hauptsach gudd gess“, gaben 10,7 Prozent der saarländischen Befragten geschmackliche Gründe für den Fleischverzicht an, mehr als doppelt so viele Menschen wie in jedem anderen Bundesland. 

Verwendete Quellen:
– „Rabobank Presseservice“
– Foto: Avda über CC BY-SA 3.0