Josephine Ortleb über Frühgeburt: „Hier sind wir in guten Händen. Daran hatte ich keine Zweifel“

Die SPD-Politikerin Josephine Ortleb brachte im Sommer 2021 in der Winterberg-Klinik in Saarbrücken einen Sohn zur Welt - viel zu früh. Mehrere Monate verbrachte sie mit ihrem Baby im Krankenhaus. Wie sie heute an diese Zeit zurückdenkt:
Das Klinikum Saarbrücken ist offiziell "babyfreundlich". Auch Josephine Ortleb (z.v.l.) konnte das bereits feststellen. Foto: Klinikum Winterberg
Das Klinikum Saarbrücken ist offiziell "babyfreundlich". Auch Josephine Ortleb (z.v.l.) konnte das bereits feststellen. Foto: Klinikum Winterberg

Seit Mitte 2021 ist das Klinikum Saarbrücken die einzige „babyfreundliche“ Geburts- und Kinderklinik im Saarland. Am vergangenen Montag erhielt das Krankenhaus nun auch offiziell die Plakette der WHO/UNICEF-Initiative Babyfreundliches Krankenhaus als „Babyfreundliche Perinatalklinik“. Zu diesem Anlass denkt Josephine Ortleb, Mitglied des Deutschen Bundestages und Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion, an die Zeit zurück, die sie mit ihrem zu früh geborenen Sohn auf dem Winterberg verbrachte.

Ortleb und ihr Sohn sind inzwischen gemeinsam in Berlin unterwegs

Ihrem Sohn Moritz gehe es heute gut, erklärte sie dem Klinikum in einem Interview. „Ich freue mich jeden Tag, wenn ich sehe, wie toll er sich entwickelt. Im Großen und Ganzen können wir anfangen, die Welt zusammen zu entdecken. Das heißt auch, dass ich als Bundestagsabgeordnete mit Baby in Berlin unterwegs bin. Ich würde mal so sagen: Er war auch schon mit in der SPD-Bundestagsfraktion.“

Winterberg-Team habe trotz Stress liebevolle Unterstützung geboten

Die Zeit auf dem Winterberg sei für die beiden jedoch eine persönliche Ausnahmesituation gewesen. „Aber auch das Team in der Klinik hatte ja schon mehr als 1,5 Jahre Ausnahmesituation durch Corona hinter und einen schweren Herbst und Winter vor sich. In dieser Lage trotzdem eine medizinisch professionelle Betreuung zu bekommen, hatte ich erwartet. Aber bei all dem Stress auch noch so viel liebevolle Unterstützung zu erhalten, das war toll und dafür bin ich sehr dankbar.“ Die Zusammenarbeit auf Augenhöhe auf der Kinderintensivstation habe sie beeindruckt.

„Hier sind wir in guten Händen. Daran hatte ich keine Sekunde Zweifel“

Für Ortleb sei wichtig gewesen, „zu wissen: Hier sind wir in guten Händen. Daran hatte ich keine Sekunde Zweifel.“ Zugleich habe sie Ruhe und Ungestörtheit gebraucht, um diese Monate durchzustehen und ihren Sohn so gut es ging, kennenzulernen. „Es gab nie Geschichten aus dem Krankenhaus, die sich dann Leute erzählt hätten. Ich hatte immer großes Vertrauen, dass wir sicher sind.“ Obwohl Ortleb so auch manchmal allein mit ihren Gedanken am Bettchen gesessen habe, habe ihr nie eine Person zum Reden gefehlt.  „Alle medizinischen und pflegerischen Fragen konnte ich vertrauensvoll besprechen. Sondern auch für meine persönlichen Ängste und Sorgen wurde sich im Team Zeit genommen. Das hat mir durch die schwersten Zeiten geholfen.“

Ortleb rät Eltern, durchzuhalten: „Der Moment wird kommen“

Über die Frühchen-Nachsorge auf dem Winterberg sei Josephine Ortleb sehr froh. Die „Babyfreundlich-Strategie“ des Winterbergs müsse auch weiterhin gefördert werden. Den Eltern von Frühchen rät sie, die Hoffnung nicht zu verlieren: „Die Zeit im Krankenhaus ist lang und zwischendurch fühlt es sich so an, also ob sie nie zu Ende geht. Der Moment, wenn man mit seinem Kind nach Hause kann, wird kommen. Und es ist einfach der beste Moment.“

Verwendete Quellen:
– Pressemitteilung des Klinikums Saarbrücken