Klage droht: Wer trägt die Kosten für Bergung und Verschrottung des Shisha-Schiffs?

Das Schwimmschiff "Vaterland" liegt nach wie vor auf dem Saar-Ufer in Saarbrücken-Burbach. Eigentlich hätte es längst beseitigt werden müssen, aber noch immer ist unklar, wer dafür finanziell aufkommen soll.
Das Schwimmschiff Vaterland am Dienstag (17.8.2021) in Burbach am Saarufer. Foto: BeckerBredel
Das Schwimmschiff Vaterland am Dienstag (17.8.2021) in Burbach am Saarufer. Foto: BeckerBredel

Bereits am 14. Februar 2021 sank das Shisha-Schiff „Vaterland“ nahe der Wilhelm-Heinrich-Brücke in die Saar. Seither sorgt das Schwimmschiff für reichlich Ärger. Bis zur Bergung dauerte es mehrere Monate. Erst im August trat die „Vaterland“ ihre letzte Fahrt an: zum Grundstück des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes in Saarbrücken-Burbach. Dort liegt sie noch heute an Land. Das WSA hatte ursprünglich die Beseitigung oder Verschrottung des Schiffes bis zum 3. September 2021 gefordert. Wer dafür zahlen soll, ist jedoch noch immer unklar.

Mann der Eigentümerin hofft auf Kostenübernahme der Versicherung

Die Bergungskosten in Höhe von rund 200.000 Euro hat die Behörde vorfinanziert. Der Mann der Eigentümerin, Lothar Steinacker, hofft, dass die Versicherung die Summe übernimmt. Wie der 80-Jährige der Bild-Zeitung berichtet, treffe er sich am Mittwoch (8. Dezember 2021) mit seinem Anwalt. Er wolle Klarheit und habe der Versicherung eine Frist gesetzt. Sollte die Zusage für die Kostenübernahme nicht auf dem Tisch liegen, werde er klagen. Neben den Kosten für die Hebung des Schwimmschiffes will er auch dabei entstandene Schäden sowie Verdienstausfall geltend machen.

Pächter seit Monaten nicht gesprochen

Dabei gibt es allerdings ein Problem. Nicht Lothar Steinacker und seine Frau, sondern der ehemalige Pächter soll der Versicherungsnehmer sein, so Bild. Mit diesem habe Steinacker jedoch seit einigen Monaten nicht gesprochen. Die Versicherung selbst will sich aufgrund des Datenschutzes nicht zum laufenden Verfahren äußern. Auch das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt machte keine Angaben. Auch hier warte man auf eine Entscheidung.

Mehr dazu: Streit um Ex-Shisha-Schiff eskaliert: Jetzt droht eine Auseinandersetzung vor Gericht

Verwendete Quellen:
– Bild-Zeitung
– Eigene Berichterstattung