Klimawandel stellt Feuerwehr im Saarland vor Probleme

Der Klimawandel verändert die Arbeit der Feuerwehr. Statt zu brennenden Häusern werden die Einsatzkräfte häufiger zu Waldbränden oder Überschwemmungen gerufen. Die Wehren im Saarland müssen sich umstellen.
Vor allem Waldbrände stellen die Feuerwehren vor neue Herausforderungen. Symbolfoto: Monika Skolimowska/dpa-Bildfunk
Vor allem Waldbrände stellen die Feuerwehren vor neue Herausforderungen. Symbolfoto: Monika Skolimowska/dpa-Bildfunk
Vor allem Waldbrände stellen die Feuerwehren vor neue Herausforderungen. Symbolfoto: Monika Skolimowska/dpa-Bildfunk
Vor allem Waldbrände stellen die Feuerwehren vor neue Herausforderungen. Symbolfoto: Monika Skolimowska/dpa-Bildfunk

Durch die Veränderung des Klimas kommt es in Deutschland vermehrt zu Starkregen, Hochwasser und Waldbränden. Das wird für die Feuerwehr zum Problem. 

Andere Einsatzszenarien: Hochwasser und Tornados

„Das ist eine neue Herausforderung“, sagte der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, Hartmut Ziebs, der Deutschen Presse-Agentur. „Wir werden eine Zunahme anderer Einsatzszenarien haben“, erklärte er anlässlich einer Delegiertenversammlung des Verbandes am (morgigen) Samstag in Saarbrücken, bei der die häufigeren Hitzeperioden das Hauptthema sind. 

„Wir haben jetzt in Gegenden Hochwasser, wo man bisher gesagt hat, das kann da im Leben nicht passieren“, sagte Ziebs. „Es hat nie jemand gedacht, dass mal ein Tornado quer durch Offenbach zieht.“ Auf solche Szenarien müsse man sich nun jedoch einstellen.

Zahl der Waldbrände erheblich gestiegen

„Die Waldbrände sind im Moment die größte Herausforderung, wegen der Trockenheit„, sagte Ziebs. „Und wir werden auch in den nächsten Jahren damit zu tun haben. Der Grundwasserspiegel ist wegen Regenmangels leider abgesunken.“ Während 2017 gerade mal ein größerer Waldbrand in Deutschland entstand, seien es in den vergangenen zwei Jahren dagegen mindestens zehn gewesen. Die Feuerwehr finde, dass „die Förster den Wald wieder ein bisschen aufräumen“ müssten. Befahrbare Wege und Löschteiche müssten angelegt werden. „Was nützt mir der ökologischste Wald, wenn der abbrennt und Hase und Igel im Feuer umkommen“, meint Ziebs.

Wehren sind nicht für anstrengende Löscharbeiten ausgerüstet

Da die Zahl der Waldbrände in der Vergangenheit so gering war, seien seit den 70er Jahren in vielen Orten Spezialausrüstung und geländegängige Fahrzeuge der Feuerwehren abgeschafft worden. Das verändere sich nun wieder. Das Löschen von Waldbränden sei körperlich sehr anstrengend. „Man muss tatsächlich mit einer Feuerpatsche oder einer Hacke durch den Wald gehen und jedes Feuer einzeln löschen. Und man muss mit sehr wenig Wasser sehr effektiv arbeiten. Das wird jetzt im Moment viel intensiver geübt als früher.“

Längere Einsatzzeiten für die Feuerwehrleute

In Deutschland kommen auf etwa eine Million freiwillige Feuerwehrleute nur 30.000 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr. Die Veränderungen bedeuten für diese vor allem längere Einsatzzeiten. Statt einigen Stunden könnten die Aktionen bis zu einer Woche dauern. Nicht nur den Feuerwehrleuten, sondern auch den Kommunen und Arbeitgeber sollte klar sein: „Die Leute werden länger wegbleiben. Und sie werden auch mal nicht in ihrer Heimat eingesetzt, sondern müssen in ein anderes Bundesland abrücken. Und manchmal auch ins benachbarte Ausland.“ Dies bedeute auch, dass die Feuerwehr-Führungen künftig ihre Einsatzplanungen «etwas mehr aufeinander abstimmen» müssten.

Verwendete Quellen:
• Deutsche Presseagentur