Lebensgefahr wegen Manipulation im Weinberg: Winzer rettet sich in letzter Sekunde

Ein junger Mann wäre beinahe in den Weinbergen bei Trittenheim/Rheinland-Pfalz verunglückt. Unbekannte hatten eine Monorackbahn manipuliert, sodass sie nicht mehr stoppte.
Eine solche Monorack-Bahn wurde von unbekannten Tätern manipuliert. Symbolfoto: picture-alliance/ dpa | Frank Rumpenhorst
Eine solche Monorack-Bahn wurde von unbekannten Tätern manipuliert. Symbolfoto: picture-alliance/ dpa | Frank Rumpenhorst

Am Montag (25. September 2023) wollte ein 21-jähriger Winzersohn aus Trittenheim (Landkreis Trier-Saarburg) mithilfe der Monorackbahn seinem Vater helfen und verschiedene Arbeiten im Steillagen-Weinberg verrichten. Eine Monorackbahn ist eine Einschienen-Zahnradbahn, mit der man extreme Steigungen in unwegsamem Gelände überwinden kann.

Die Monorackbahn erleichtert den Transport in Steillagen. Symbolfoto: picture-alliance / dpa/dpaweb | Thomas_Frey

Lebensgefährliche Manipulation an Bahn in den Weinbergen

Laut Polizei hatten unbekannte Täter die Monorackbahn derart manipuliert, dass sie unter maximalem Tempo losfuhr und nicht mehr abgebremst werden konnte. Zusätzlich hatten die Täter die Sicherungsstifte an der Trasse bearbeitet, sodass eine Zwangsbremsung der Bahn nicht mehr möglich gewesen sei. Auch der Aufpralldämpfer am Ende der Bahn sei entfernt worden.

Die schnelle Reaktion des jungen Mannes verhinderte Schlimmeres: Der Polizei zufolge gelang es ihm während der unkontrollierten Talfahrt, von der Bahn abzuspringen. Dabei blieb er unverletzt. Das Monorack-Fahrzeug wurde aus der Trasse geschleudert.

Polizei: Winzer sollten Bahnen dringend überprüfen

Die Polizei sucht jetzt Zeuginnen und Zeugen, die in den vergangenen Wochen etwas Verdächtiges in den Weinbergen beobachtet haben. Sie werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Schweich zu melden (06502)91570. Außerdem rät die Polizei dringend allen Winzern mit solchen Weinbergmaschinen, diese vor der nächsten Fahrt auf mögliche Manipulationen zu überprüfen.

Verwendete Quellen:
– Mitteilung Polizeiinspektion Schweich (27.09.2023)