Lebensmittelkontrollen im Saarland: Ministerium weist Vorwürfe von Foodwatch zurück

Die Organisation "foodwatch" wirft dem saarländischen Verbraucherschutzministerium vor, in Hinblick auf Lebensmittelkontrollen irreführende Angaben gemacht zu haben. Das Ministerium weist diese zurück - zumindest teilweise.
Im Saarland wurden etwa 68 Prozent der vorgesehenen Kontrollen durchgeführt. Symbolfoto: Uwe Anspach/dpa-Bildfunk
Im Saarland wurden etwa 68 Prozent der vorgesehenen Kontrollen durchgeführt. Symbolfoto: Uwe Anspach/dpa-Bildfunk
Im Saarland wurden etwa 68 Prozent der vorgesehenen Kontrollen durchgeführt. Symbolfoto: Uwe Anspach/dpa-Bildfunk
Im Saarland wurden etwa 68 Prozent der vorgesehenen Kontrollen durchgeführt. Symbolfoto: Uwe Anspach/dpa-Bildfunk

In einer Pressemitteilung hatte das Ministerium fälschlicherweise die saarländische Quote der erfüllten Lebensmittelkontrollen mit den Zahlen der kontrollierten Betriebe in Deutschland verglichen. Daraus resultierte die Einschätzung, dass das Saarland mit 68 Prozent weit über dem bundesweiten Wert von 42 Prozent liege.

Verbraucherschutz räumt Fehler ein, weist aber Vorwürfe zurück

Die beiden Kategorien seien laut der Verbraucherschutzorganisation „foodwatch“ jedoch nicht vergleichbar. Das Verbraucherschutzministerium räumt den Fehler beim Vergleichswert ein. Dennoch liege das Saarland mit über 50 Prozent deutlich vor dem Durchschnitt, so eine Sprecherin gegenüber der Saarbrücker Zeitung. Den Vorwurf absichtlich beschönigende Angaben gemacht zu haben, weist das Ministerium zurück.

Studie laut Ministerium „höchst fragwürdig“

Die Daten stammen aus einer Studie von foodwatch, die besagte, dass sowohl bundesweit als auch im Saarland etwa jede dritte Kontrolle ausfällt. Allerdings sei die Studie ohnehin „höchst fragwürdig“. In der Saarbrücker Zeitung berichtet sie über mangelnde oder sogar fehlerhafte Auskünfte seitens der Behörden. Mehr Details auf saarbruecker-zeitung.de. (Hinweis: Der Beitrag gehört zum „SZ+“-Angebot der Saarbrücker Zeitung. Um diesen zu lesen, müsst ihr euch ggf. registrieren oder eine Bezahloption wählen.)

Verwendete Quellen:
• Deutsche Presseagentur
 Saarbrücker Zeitung