Lebensmittelkontrollen im Saarland: Verstöße in fast 900 Betrieben festgestellt

Bei Lebensmittelkontrollen fielen in diesem Jahr fast 900 saarländische Betriebe mit Verstößen auf. 16 mussten sogar geschlossen werden.
Im Saarland wurden 2019 etwa 9.900 Lebensmittelkontrollen durchgeführt. 16 Betriebe wurden geschlossen. Symbolfoto: Ingo Wagner/dpa-Bildfunk
Im Saarland wurden 2019 etwa 9.900 Lebensmittelkontrollen durchgeführt. 16 Betriebe wurden geschlossen. Symbolfoto: Ingo Wagner/dpa-Bildfunk
Im Saarland wurden 2019 etwa 9.900 Lebensmittelkontrollen durchgeführt. 16 Betriebe wurden geschlossen. Symbolfoto: Ingo Wagner/dpa-Bildfunk
Im Saarland wurden 2019 etwa 9.900 Lebensmittelkontrollen durchgeführt. 16 Betriebe wurden geschlossen. Symbolfoto: Ingo Wagner/dpa-Bildfunk

Etwa 9.900 plan- und außerplanmäßige Lebensmittelkontrollen wurden 2019 im Saarland durchgeführt. Wie der Verbraucherschutzminister Reinhold Jost mitteilte, wurden dabei in 898 Betrieben Verstöße festgestellt. 

16 Betriebe geschlossen, 5.400 Kilo Lebensmittel vernichtet

Diese zogen 234 Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten und 555 Verwarnungen nach sich. 16 Betriebe wurden im Zuge der Kontrollen ganz oder teilweise geschlossen. Wie der „SR“ berichtet, waren vor allem Speisegaststätten betroffen. Darüber hinaus mussten etwa 5.400 Kilo Lebensmittel vernichtet werden. 

Verbraucherschutzminister fordert Reform

Jost fordert daher „einheitliche und verbindliche Vorgaben“ für die Lebensmittelüberwachung. Unter anderem sollen Lieferlisten abgestimmt werden, damit der Weg der Waren leichter zurückzuverfolgen ist. Eine Reform der Kontrollen ist zwar geplant, allerdings sieht diese sogar weniger Untersuchungen vor. Verbraucherschützer hatten dies bundesweit kritisiert.

Foodwatch: Zu wenige Kontrollen im Saarland

Wie eine Studie von Foodwatch besagte, falle im Saarland jede dritte Kontrolle zudem aus. Der Grund sei laut Verbraucherschutzministerium, dass Risiko-Betriebe häufiger kontrolliert werden, dafür jedoch Überprüfungen in Betrieben mit geringerem Risiko ausfallen. Dazu zählen zum Beispiel Schankwirtschaften, Einzelhändler und Supermärkte ohne frische Fleisch- und Wurstwaren. Den Vorwurf beschönigende Angaben zu machen, wies das Ministerium zurück. 

Verwendete Quellen:
– eigene Berichte
– Saarländischer Rundfunk
– Deutsche Presse-Agentur