„Leg dich nicht mit dem Saarland an“: Ministerpräsidentin Rehlinger kontert Söder

Die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) hat am politischen Aschermittwoch auf die Aussagen des CSU-Politikers Markus Söder zur Abschaffung des Saarlandes reagiert. Ihre kurze, aber durchaus imposante Botschaft: "Leg dich nicht mit dem Saarland an!".
Anke Rehlinger (SPD) zeigt sich gänzlich unbeeindruckt von der Verbalattacke des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder. Archivfoto: Oliver Dietze/dpa-Bildfunk
Anke Rehlinger (SPD) zeigt sich gänzlich unbeeindruckt von der Verbalattacke des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder. Archivfoto: Oliver Dietze/dpa-Bildfunk

Söder fordert Abschaffung des Saarlandes

Der politische Aschermittwoch ist für seine süffisanten Spitzen, sowie im moderneren Sprachgebrauch auch als Trash-Talk bekannte Auseinandersetzungen bekannt. Auch in diesem Jahr hat es der Tag nach Fastnacht wieder durchaus in sich. So stellte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei seiner Aschermittwoch-Rede in Passau die Existenzberechtigung zweier Bundesländer infrage, darunter auch die des Saarlandes: „Söder fordert die Auflösung des Saarlandes“. Söder bekräftigte zunächst seine Forderung aus dem Januar, wonach der  „Saarländische Rundfunk“ seine Eigenständigkeit verlieren solle. Danach ging er sogar einen Schritt weiter und forderte, dass Saarland gleich ganz abzuschaffen. Das mache laut Söder dann auch den Länderfinanzausgleich für Bayern billiger.

Rehlinger kontert Aussage zum Länderfinanzausgleich

Die Kampfansage Söders konnte die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) an einem Tag wie dem politischen Aschermittwoch natürlich nicht unbeantwortet lassen. In einem kurzen, aber durchaus würzigen Statement, schoss Rehlinger gegen den bayerischen Ministerpräsidenten zurück.

„Das Verächtlichmachen von uns Saarländerinnen und Saarländern gehört bei der CSU seit vielen Jahren zur Folklore – egal ob im Saarland SPD oder CDU regiert. Ein Fakt übrigens: 37 Jahre hat Bayern vom Länderfinanzausgleich profitiert“, schrieb Rehlinger am frühen Mittwochabend (14. Februar 2024) in den sozialen Medien. Rehlinger spielte damit auf den Umstand an, dass Bayern sich seit Jahren darüber beschwert, als sogenanntes „Geberland“ beim Länderfinanzausgleich zu agieren, dabei aber gleichzeitig unter den Tisch fallen lässt, dass das Bundesland auch über Jahrzehnte lang Gelder aus dem Topf bekommen hatte. Fakt ist: Bayern hat von 1950 bis 1987 stets vom Länderfinanzausgleich profitiert. Seit 1989 ist Bayern hingegen Geberland. „37 Jahren Nehmen“ stehen also bislang „34 Jahre Geben“ gegenüber.

„Leg dich nicht mit dem Saarland an!“

Zum Ende ihrer Stellungnahme konnte sich die saarländische Ministerpräsidentin dann auch nicht die Erinnerung an den furiosen Sieg des 1. FC Saarbrücken gegen Bayern München im diesjährigen DFB-Pokal verkneifen. „Der DFB-Pokal sollte den Bayern eine Lehre sein: Leg dich nicht mit dem Saarland an!“, so Rehlinger abschließend.

Verwendete Quellen:
– Stellungnahme von Ministerpräsidentin Anke Rehlinger am politischen Aschermittwoch 2024