Ministerpräsident Hans will sofortige Freigabe von AstraZeneca für alle

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans unterstützt die Pläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU), den Impfstoff von AstraZeneca für alle Impfwilligen sofort freizugeben. Hans sagte, dass man den Personen, die sich impfen lassen wollen, keine bürokratischen Steine in den Weg legen sollte.

Tobias Hans will die sofortige Freigabe von AstraZeneca für alle. Archivfoto: picture alliance/dpa | Bernd von Jutrczenka
Tobias Hans will die sofortige Freigabe von AstraZeneca für alle. Archivfoto: picture alliance/dpa | Bernd von Jutrczenka

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn strebt eine sofortige Freigabe des Corona-Impfstoffs von AstraZeneca für alle Impfwilligen an. Eine Priorisierung nach Alter, Vorerkrankung oder Berufsgruppe soll es für das in Verruf geratene Vakzin demnach nicht mehr geben.

Spahn hatte am gestrigen Mittwochabend (5. Mai 2021) in der WDR-Sendung „Aktuelle Stunde“ angekündigt, dass er darüber am heutigen Donnerstag mit den Gesundheitsminister:innen der Länder sprechen wolle. Man wolle dann „bei AstraZenca eindeutig sagen für Arztpraxen wie für Impfzentren, dass es dort keine Priorisierung mehr gibt“. Zudem soll dann auch das Intervall zwischen Erst- und Zeitimpfung flexibler als bislang gehandhabt werden.

Ministerpräsident Tobias Hans unterstützt Freigabe von AstraZeneca für alle

Ministerpräsident Tobias Hans unterstützt das Ansinnen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, die Priorisierung für AstraZeneca aufzuheben. Das wäre laut Hans eine gute Chance, dass sich auch diejenigen freiwillig mit dem Vakzin impfen lassen können, die derzeit noch nicht aufgrund von Alter, Vorerkrankung oder Beruf berechtigt sind.

„Die Impfung ist für viele Menschen ein riesiger Hoffnungsschimmer. Ich bekomme auch von vielen Saarländer:innen die Rückmeldung, dass sie sich gerne mit AstraZeneca impfen lassen möchten. Für mich ist klar: Wer über die Risiken aufgeklärt ist, sollte sich auch freiwillig für dieses Vakzin entscheiden können. Daher hat Jens Spahn für seine Pläne, die Priorisierung für AstraZeneca aufzuheben, meine vollste Unterstützung„, so Hans am Donnerstag.

Hans will Impfwilligen keine bürokratischen Steine in den Weg legen

„Da die Versorgung im Falle eines Impfschadens im Saarland analog anderer Länder bereits geklärt ist, könnten wir das Vakzin dann auch für alle, die es möchten, in unseren Impfzentren einsetzen. Die Impfung ist und bleibt das beste Schutzschild gegen Corona – wir sollten denjenigen, die es nutzen wollen, keine bürokratischen Steine in den Weg legen„, führte der Ministerpräsident abschließend aus.

AstraZeneca in Verruf geraten

Gegen den Impfstoff von AstraZeneca gibt es teils erhebliche Vorbehalte. Es wird nach dem Auftreten von Blutgerinnseln im Gehirn bei jüngeren Geimpften nur noch für über 60-Jährige eingesetzt. Andererseits gibt es aber auch viele jüngere Menschen, die sich gerne damit impfen lassen würden, aber nach der derzeit geltenden Impfpriorisierung noch nicht an der Reihe sind.

Verwendete Quellen:
– Mitteilung der Staatskanzlei des Saarlandes vom 06.05.2021
– Deutsche Presse-Agentur

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