Nach Vorwürfen von „Staatsversagen“: 500 Millionen Euro für saarländische Krankenhäuser

Der Investitionsplan des Landes sah für die saarländischen Kliniken ursprünglich 308 Millionen Euro vor. Nachdem die Saarländische Krankenhausgesellschaft diesen kritisiert hatte, soll die Summe nun erheblich steigen. Dazu braucht man jedoch Unterstützung von Bund und EU.
Krankenhäuser im Saarland sollen durch Investitionen von 500 Millionen Euro verbessert werden. Archivfoto Klinikum Saarbrücken: BeckerBredel
Krankenhäuser im Saarland sollen durch Investitionen von 500 Millionen Euro verbessert werden. Archivfoto Klinikum Saarbrücken: BeckerBredel
Krankenhäuser im Saarland sollen durch Investitionen von 500 Millionen Euro verbessert werden. Archivfoto Klinikum Saarbrücken: BeckerBredel
Krankenhäuser im Saarland sollen durch Investitionen von 500 Millionen Euro verbessert werden. Archivfoto Klinikum Saarbrücken: BeckerBredel

In Spitzengesprächen zwischen Klinikvertretern und dem Gesundheitsministerium einigte man sich auf einen Bedarf von 500 Millionen Euro, die bis 2025 fließen sollen. 

Krankenhausgesellschaft warf „Staatsversagen“ vor

Die Gesundheitsministerin Monika Bachmann hatte in der vergangenen Woche den ursprünglichen Plan vorgestellt. Dieser wurde von der Krankenhausgesellschaft jedoch scharf kritisiert. Gegenüber dem „SR“ sprach man von „Staatsversagen“. Das Ministerium wies die Vorwürfe als „inakzeptabel“ zurück. 

„Allenfalls Systemversagen“

Nach den Gesprächen sind sich Staatssekretär Stephan Kolling und der Vorsitzende der Gesellschaft, Manfred Klein einig darüber, „dass das System nicht die Mittel erbringt, die notwendig sind„. Allerdings könne man „allenfalls von einem Systemversagen reden, keinesfalls aber von einem Staatsversagen.“

Mittel sollen von Bund und EU eingefordert werden

Um die nötigen Mittel bereitstellen zu können, wird jedoch die Hilfe des Staates benötigt. Vom Bund sollen zusätzliche Mittel für strukturschwache Regionen eingefordert werden. Auch auf europäischer Ebene wolle man finanzielle Unterstützung für das Saarland anfragen. 

Verwendete Quellen:
– Pressemitteilung des Gesundheitsministeriums
– Saarländischer Rundfunk