Polizei schnappt zwei aus dem Saarland geflüchtete Gewalttäter im Ausland

Der Polizei sind zwei mutmaßliche Serientäter ins Netz gegangen. Einer von ihnen soll für Gewalttaten in Saarbrücken verantwortlich sein. Der andere floh aus der Forensik in Merzig, wo er wegen Raubstraftaten in Haft saß.

Die Dezernate für Zielfahndung und internationale polizeiliche Zusammenarbeit sowie der Kriminaldienst Merzig des saarländischen Landespolizeipräsidiums haben zwei Fahndungserfolge verbucht.

Zum einen konnte ein 20-Jähriger, der sich nach zahlreichen Straftaten nach England abgesetzt hatte, bereits Anfang Februar 2019 in Liverpool durch die britischen Behörden festgenommen werde, teilte die Polizei am Mittwoch (13. März) mit.

Für fünf Euro Knüppel auf Kopf geschlagen

So schlug der 20-Jährige an der Berliner Promenade in Saarbrücken einem Mann für fünf Euro Beute einen Holzknüppel auf den Kopf. Bei einer verbalen und körperlichen Auseinandersetzung im Saarbrücker Kaiserviertel stach er außerdem einem Kontrahenten mit einem Messer in den Oberschenkel.

Als die Polizei per Haftbefehl nach dem wohnsitzlosen Mann suchte, hatte er das Saarland bereits Richtung England verlassen. Durch intensive Suchmaßnahmen gelang es den Zielfahndern, den 20-Jährigen an einer Adresse in Liverpool ausfindig zu machen. Derzeit wartet der junge Mann auf seine Auslieferung ins Saarland, wo ihm anschließend der Prozess gemacht wird.

27-Jährige flüchtete nach Kroatien

Zum anderen gelang es den Beamten, einen aus der Forensik Merzig entflohenen 27-jährigen Strafgefangenen in Kroatien ausfindig zu machen.

Er befand sich unter anderem wegen Raubstraftaten in Haft und wurde aufgrund einer bestehenden Suchtproblematik in Merzig behandelt. Gelockerte Haftbedingungen nutzte er Mitte Februar laut Polizei zur Flucht.

Im Rahmen der Ermittlungen des Kriminaldienstes Merzig und des Dezernates für internationale polizeiliche Zusammenarbeit ergaben sich Hinweise auf verwandtschaftliche Bezüge nach Kroatien. Die Ermittler informierten daraufhin die Polizei der Staaten auf der sogenannten „Balkanroute“.

Dort konnte der Flüchtige schließlich beim Grenzübertritt von Kroatien nach Bosnien vier Tage nach seiner Flucht von den kroatischen Behörden gefasst werden. Vergangenen Freitag holten ihn saarländische Ermittlern in Zagreb ab und brachten ihn in die Forensik nach Merzig zurück.   

Verwendete Quellen:
• Bericht des Landespolizeipräsidiums, 13.03.19