Ivo „der Schreckliche“: Gorilla zieht wegen Zeugungsunfähigkeit ins Saarland

Ivo "der Schreckliche", das Gorilla-Männchen aus dem Berliner Zoo, ist nicht nur aus der Sendung "Panda, Gorilla und Co." bekannt. Vor allem durch seine Ausraster sorgte er für Schlagzeilen. 2019 wurde der Silberrücken in den Zoo von Saarbrücken verlegt. Der Grund: Zeugungsunfähigkeit.
Der Gorilla Ivo aus dem Zoo Berlin ist zeugungsunfähig. Foto: Paul Zinken/dpa-Bildfunk
Der Gorilla Ivo aus dem Zoo Berlin ist zeugungsunfähig. Foto: Paul Zinken/dpa-Bildfunk

Mit gerade mal 30 Jahren wurde Gorilla Ivo aus dem Zoo in Berlin in Rente geschickt. Genauer gesagt: ins Saarland. Denn Ivo ist seiner Aufgabe nicht nachgekommen, Nachwuchs zu zeugen.

Gorilla Ivo kann keinen Nachwuchs zeugen

Wie der Zoo mitteilte, musste Ivo das Affenhaus nach mehr als einem Jahrzehnt verlassen. Trotz mehrfacher „Damen-Annäherungen“ habe der Silberrücken es seit seinem Einzug 2005 nicht geschafft, eines der Gorilla-Weibchen erfolgreich zu begatten.

Darum wurde Ivo 2015 gründlich untersucht. Diagnose: zeugungsunfähig. Da die Berliner Gorilla-Weibchen allerdings „genetisch-wertvoll“ sind, musste Ivo einem potenten Nachfolger weichen. Immerhin hatte man zu dem Zeitpunkt schon ein ideales neues Zuhause für ihn gefunden: Ivo wurde Saarländer – es ging in den Zoo Saarbrücken.

Auch das Europäische Erhaltungszuchtprogramm empfahl, Ivo zu ersetzen. „Durch die Zerstörung ihres Lebensraumes und die illegale Jagd sind Gorillas heute vom Aussterben bedroht“, erklärte Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „Jedes geborene Jungtier trägt somit bedeutend zur Erhaltung der gesamten Art bei.“

Ivo „der Schreckliche“ ist bekannt für Ausraster

Der Zoo Saarbrücken gewann durch den Gorilla einen berühmten, aber auch berüchtigten neuen Bewohner. Denn Ivo ist vor allem bekannt für seine Ausraster. Gleich in seinem ersten Jahr unternahm er einen Ausbruchsversuch. Im Berliner Zoo erschreckte er reihenweise Besucher:innen, indem er sich mit seinen vollen 180 Kilo Kampfgewicht gegen die Scheiben warf. Und nicht nur das. Es flogen Holzplatten gegen das Glas und sogar Steine in Richtung der Gäste. Damit schaffte er es nicht nur, die Scheibe seines Geheges anzuknacksen, sondern auch in der britischen Presse zu landen.

Hierbei handelt es sich um einen Archiv-Artikel von 2019.

Verwendete Quellen:
– Pressemitteilung des Zoos Berlin
– Berliner Kurier