Silo-Inhaber wollen benachbartes Rhenania-Haus in Saarbrücken kaufen

Inhaber und Betreiber des Silos in Saarbrücken wollen das benachbarte Rhenania-Hochhaus kaufen. Die Stadt hat das Gebäude zum Verkauf ausgeschrieben.

Die Inhaber des Silos in Saarbrücken wollen das benachbarte Rhenania-Haus kaufen. Foto: BeckerBredel

Im Saarbrücker Osthafen steht aktuell das Rhenania-Hochhaus zum Verkauf. Die Stadt will das Gebäude für etwa 600.000 Euro veräußern, um der Kreativ- und Kulturszene neue Perspektiven zu bieten. Noch bis Ende November können sich potenzielle Betreiber:innen bewerben.

Greencells und Sektor Heimat bewerben sich für Rhenania-Haus

Erste Interessenten sind die Firma Greencells und der Verein Sektor Heimat. Dem Solarstrom-Unternehmen gehört bereits das benachbarte Silo, in dem das Kunst- und Kulturkollektiv etwa Konzerte, Ausstellungen und Partys veranstaltet. Zusammen wollen sie nun das Rhenania-Haus sanieren und an das Konzept des Silos anschließen. Unter dem Motto „Kulturgut Ost“ soll am Osthafen somit ein Ort entstehen, an dem kulturelle und kommerzielle Nutzung Hand in Hand gehen.

„Eine nie dagewesene Chance, ein überregionales Leuchtturmprojekt, ein Aushängeschild für die gesamte Quattropole und der Beweis, dass Stadt, Land und unabhängige Kulturschaffende an eine gemeinsame Vision glauben, die dem Allgemeinwohl dient“, so der Verein auf Facebook.

Konzerthallen und Kletterwände: Die Pläne für den Osthafen

Greencells und Sektor Heimat haben ihr Konzept öffentlich gemacht. Die Initiative hat dabei reichlich Vorschläge für den Osthafen. So soll etwa der Firmensitz von Greencells ins Rhenania-Haus verlegt werden. Daneben wollen die Firma und der Verein Raum für Handwerkskunst, Soziale Arbeit und auch Nachwuchsförderung in dem Gebäude bieten. Auch Ateliers, Proberäume, Co-Working-Spaces und Galerien stehen auf dem Plan. Im benachbarten Flachbau soll eine Konzerthalle entstehen, auf der Dachterrasse eine Gastronomie.

Der umfassende Konzeptentwurf sieht zudem den Bau eines Parkhauses vor. Vorstellbar sei darüber hinaus die Installation von Solaranlagen und die Umgestaltung der Ausgrabungsstätte Römerkastell. Der Verein plant außerdem die Erschließung des Ufers und der Wasseroberfläche des Saar-Armes. Dort könnte etwa eine modulare Seebühne entstehen. Zudem sei der Zugang per Wassertaxi möglich. Weitere Ideen sehen etwa die Nutzung der Außenseiten der Silo-Türme als Kletterwände vor.

Noch ist unbekannt, ob es weitere Interessenten für das Rhenania-Haus gibt. Wie der „SR“ berichtet, wollte die Stadt aufgrund des laufenden Verfahrens darüber keine Auskunft geben.

Verwendete Quellen:
– Kulturgut Ost
– Silodom auf Facebook
– Saarländischer Rundfunk

 

 

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