Saar-Ministerium und Ärzte rufen zur Grippe-Impfung auf

Das saarländische Gesundheitsministerium und die Kassenärztliche Vereinigung haben zur Grippe-Impfung aufgerufen. Für wen sie vor allem sinnvoll ist:
Das Saar-Gesundheitsministerium ruft zur Grippe-Impfung auf. Foto: dpa-Bildfunk
Das Saar-Gesundheitsministerium ruft zur Grippe-Impfung auf. Foto: dpa-Bildfunk

Die Kassenärztliche Vereinigung und das Gesundheitsministerium im Saarland haben auch für dieses Jahr zur Grippeschutzimpfung aufgerufen. „Ziel ist es, dass sich die saisonale Influenza und das Pandemiegeschehen nach Möglichkeit wenig überlappen“, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung.

Für wen die Grippe-Impfung sinnvoll ist

Vor allem für Risikopatient:innen sei eine Impfung sinnvoll – dazu gehörten Menschen mit chronischen Krankheiten, schwangere Frauen sowie über 60-Jährige. Sie biete einen guten Schutz vor einer Ansteckung und könne gleichzeitig mit einer Covid-19-Impfung erfolgen. Der Impfschutz setze nach etwa zwei Wochen ein und wirke die gesamte Saison über.

Apotheken wollen weiter gegen Grippe impfen

Der saarländische Apothekerverein möchte die Grippeimpfungen in Apotheken weiter fortführen. Zwischen September 2021 und März 2022 wurden dem Verein zufolge bei einem Pilotprojekt 767 Personen in Apotheken gegen Influenza geimpft. Die Testphase habe „hervorragende Werte“ bei der Patientenzufriedenheit gebracht, teilte der Verein gemeinsam mit der Krankenkasse AOK und der Universität des Saarlandes mit.

Lehr zeigt sich zufrieden

„Die sehr positiven Ergebnisse aus dem ersten Jahr wurden im zweiten Jahr klar bestätigt und unterstreichen die Akzeptanz und die Niedrigschwelligkeit der Impfung in der Apotheke“, sagte Thorsten Lehr von der Universität des Saarlandes. Es eröffne Perspektiven auch für andere Impfungen. Daher sollte der kostenfreie Dienst für AOK-Patient:innen seiner Ansicht nach aufrecht erhalten werden. Rund 87 Prozent der Geimpften seien der Befragung zufolge bereit, sich noch mal in einer Apotheke impfen zu lassen.

Das Pilotprojekt des Apothekervereins startete im Oktober 2020. Damals wurde den Angaben zufolge bundesweit erstmals eine gesetzlich krankenversicherte Person in einer Apotheke gegen Grippe geimpft. Ziel sei eine höhere Durchimpfungsrate – mit den Apotheken als zusätzlichem Angebot neben den Arztpraxen, sagte ein Sprecher des Apothekervereins.

Verwendete Quellen:
– Deutsche Presse-Agentur