Saarbrücken: Mehr als Hälfte der Mieterhaushalte durch hohe Wohnkosten überlastet

Einer Studie zufolge sind in Saarbrücken fast 58 Prozent der Mieterhaushalte durch hohe Wohnkosten überlastet. Der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert daher unter anderem einen mehrjährigen Mietenstopp.

Im Bild: die Kaiserstraße in Saarbrücken. Foto: Wikimedia Commons/AnRo0002/CC1.0-Lizenz (Bild bearbeitet)
Im Bild: die Kaiserstraße in Saarbrücken. Foto: Wikimedia Commons/AnRo0002/CC1.0-Lizenz (Bild bearbeitet)

Studie: Miete für 58 Prozent der Haushalte in Saarbrücken belastend

In Saarbrücken sind einer Studie zufolge fast 58 Prozent der Mieterhaushalte durch hohe Wohnkosten überlastet. Wie der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) am heutigen Dienstag (15. Juni 2021) mitteilte, gilt als überlastet, wer mehr als 30 Prozent seines Nettoeinkommens für die Miete ausgibt.

Der von der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung geförderten Untersuchung zufolge liegt Saarbrücken damit knapp hinter Neuss mit etwas mehr als 58 Prozent und Darmstadt mit fast 59 Prozent auf dem dritten Platz der deutschlandweit untersuchten 77 Großstädte.

Forderungen der DGB-Region Saar

„Für viele Menschen in Saarbrücken ist es schwer, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Vor allem Beschäftigte mit geringen und mittleren Einkommen müssen einen großen Teil ihres Einkommens an den Vermieter zahlen“, sagte die Geschäftsführerin der DGB-Region Saar, Bettina Altesleben. Die Einkommen würden selbst bei guten Tarifabschlüssen zunehmend von der Miete „aufgefressen“.

Der DGB fordere daher von der nächsten Bundesregierung einen sechsjährigen Mietenstopp und mehr bezahlbare Neubauwohnungen. „Die Menschen brauchen eine Atempause“, hieß es.

Verwendete Quellen:
– Deutsche Presse-Agentur
– Verwendetes Foto: Wikimedia Commons/AnRo0002/CC1.0-Lizenz (Bild bearbeitet)