Saarland will Tausende weitere Pflegekräfte bis 2030

Die saarländische Landesregierung will in den kommenden Jahren die Pflege deutlich stärken. Dazu soll die Zahl der Pflegerinnen und Pfleger deutlich erhöht werden.
Höheres Patientenaufkommen belastet viele Krankenhäuser. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa-Bildfunk
Höheres Patientenaufkommen belastet viele Krankenhäuser. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa-Bildfunk

Saarland will 4.000 zusätzliche Kräfte in der Pflege

„Unser zentrales gesundheitspolitisches Ziel ist die Stärkung der Pflege„, erklärte der saarländische Sozialminister Magnus Jung (SPD) bei der Debatte über den Landeshaushalt 2023 am Donnerstag (8. Dezember 2022) im Landtag. Er sei zuversichtlich, dass die Regierung bis 2030 die Zahl der Pflegerinnen und Pfleger deutlich erhöhen kann. „Wir wollen tatsächlich 4.000 zusätzliche Menschen für die Pflege gewinnen, bis zum Jahr 2030. Weil das der Bedarf ist, den wir aller Voraussicht nach dann haben werden.“

Ausbildung, Anwerbung und Vereinbarkeit mit Familie verbessern

Zudem müsse man die Ausbildung für Pflegeberufe „quantitativ und qualitativ“ verbessern. Dazu soll die Pflege akademisiert und Umschulung sowie Weiterbildung gestärkt werden. Darüber hinaus will das Saarland die Anwerbung von ausländischen Pflegekräften systematisch organisieren und die Vereinbarkeit von Pflegeberuf und Familie verbessern.

Konkrete Ziele, Instrumente und Zeitpläne

„Wir wollen ganz konkrete Ziele mit ganz konkreten Instrumenten und ganz konkreten Zeitplänen verbinden und mit einem systematischen Prozess schrittweise unser Ziel erreichen“, sagte Jung. „Ich bin fest überzeugt, dass es möglich ist, wenn alle zusammenarbeiten.“

Unterstützung für pflegende Familien denkbar

„An dieser Zahl werden Sie sich messen lassen müssen“, entgegnete die Abgeordnete Dagmar Heib (CDU). Jedoch würden auch 4.000 zusätzliche Pflegekräfte nicht ausreichen. Vielmehr müssten auch in Zukunft Familien einen wesentlichen Beitrag leisten. Man werde daher über zusätzliche Unterstützung auf dieser Ebene nachdenken müssen.

„So viel Geld wie noch nie“ fließt in Gesundheit und Soziales

Im kommenden Jahr sollen 675 Millionen Euro in den Bereich Gesundheit und Soziales fließen – „so viel Geld wie noch nie“, erklärt Jung. „Und das zeigt, dass Sozialpolitik dieser Landesregierung außerordentlich wichtig ist.“

Verwendete Quellen:
– Deutsche Presse-Agentur