Warnstreik an Homburger Uniklinik: OP-Verschiebungen, Terminausfälle und Wartezeiten möglich

Beschäftigte der Uniklinik in Homburg nehmen heute und morgen an einem Warnstreik teil. Zwar sei die Notfallversorgung gesichert. Einschränkungen könne es aber dennoch geben, etwa beim OP-Betrieb. Die wichtigsten Informationen dazu:

An der Homburger Uniklinik wird heute und morgen gestreikt. Symbolfoto: dpa-Bildfunk/Jens Kalaene

Heute und morgen Warnstreik an Homburger Uniklinik

Am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg (UKS) gibt es am heutigen Dienstag (23. November 2021) und morgen einen Warnstreik. „Trotz mehrtägiger, intensiver Gespräche mit den Vertretern der Gewerkschaft ver.di ist es nicht gelungen, diesen Warnstreik in der durch Corona angespannten Situation abzuwenden“, informierte das UKS im Vorfeld. An beiden Streiktagen sei mit Beeinträchtigungen zu rechnen.

Diese Beeinträchtigungen sind möglich

Nach Angaben der UKS-Pressestelle wurde eine sogenannte Notdienstvereinbarung geschlossen, „wodurch die Notfallversorgung gesichert ist“. Man rechne jedoch mit Einschränkungen im Dienstbetrieb, etwa im Ambulanzbereich. Demnach könnten womöglich „geplante Termine nicht stattfinden„. Auch seien durch den Streik längere Wartezeiten an der Uniklinik nicht auszuschließen.

„Die Streikmaßnahmen haben auch Auswirkungen auf den OP-Betrieb„, hieß es. Notfalleingriffe sowie „dringliche Operationen“ sollen weiterhin stattfinden. Andere Eingriffe, „soweit medizinisch vertretbar“, müssen laut Mitteilung allerdings verschoben werden. Im Rahmen der Notdienstvereinbarung sei vereinbart worden, dass in den einzelnen Klinikbereichen mindestens die „personell geringste Besetzung der vergangenen vier Wochen zu gewährleisten ist“. Darüberhinausgehende Besetzungen seien für besonders sensible Bereiche definiert worden. Covid-Intensivbereiche würden nicht bestreikt.

300 Euro mehr gefordert

Wie der „SR“ berichtet, soll der Warnstreik nochmals Druck auf die Länder erhöhen. Kommendes Wochenende stehe die nächste Verhandlungsrunde an. Gefordert werde etwa fünf Prozent mehr Geld. Mindestens 300 Euro mehr soll es für Beschäftigte im Gesundheitswesen geben.

Verwendete Quellen:
– Mitteilung der Pressestelle des Universitätsklinikums des Saarlandes in Homburg, 22.11.2021
– Saarländischer Rundfunk