Sexualbildung an Schulen: Saarland ist Vorreiter

Laut eines aktuelles Reports der Telemedizin-Plattform „Fernarzt“ ist das Saarland bei der Sexualbildung an Schulen ein Vorreiter. In keinem anderen Bundesland kommt dem Thema innerhalb der Lehrpläne eine solch umfassende Bedeutung zu.
Archivfoto: dpa-Bildfunk/Julian Stratenschulte
Archivfoto: dpa-Bildfunk/Julian Stratenschulte
Archivfoto: dpa-Bildfunk/Julian Stratenschulte
Archivfoto: dpa-Bildfunk/Julian Stratenschulte

Wenn es um die frühzeitige und umfassende Aufklärung über die Häufigkeit sowie die Ansteckungsgefahren verschiedenster sexuell übertragbarer Krankheiten oder Infektionen geht, sind die Schulen im Saarland gut aufgestellt. Das zeigt der aktuelle „STI-Report“ (vom englischen „sexually transmitted infections“) von „Fernarzt“.

Saarland ist bei Sexualbildung an Schulen Vorreiter

Für den Bericht analysierte die Telemedizin-Plattform die Lehrpläne aller 16 Bundesländer nach inhaltlichen sowie formellen Aspekten der Sexualbildung. Um die Daten vergleichend illustrieren zu können, nutzt der Report ein Punktesystem (von 0 bis 13). 

Das Ergebnis: Mit 9,5 von 13 Punkten ist das Saarland Vorreiter. Ein Element, das die Saar-Lehrpläne hervorhebt, sei beispielsweise die explizite Thematisierung „anderer“ Geschlechtskrankheiten neben HIV und Aids, wie zum Beispiel Chlamydien.

Den zweiten Platz innerhalb des Reports teilen sich Hessen und Sachsen mit 8 Punkten. Die letzten Plätze erreichten mit nur 4 beziehungsweise 3 von 13 möglichen Punkten Hamburg und Niedersachsen. Bei beiden seien deutliche Defizite in den Lehrplänen zu erkennen.

Bundesweit variieren die Lehrpläne nicht nur stark, sondern sind teilweise rund 30 Jahre alt, heißt es. Der älteste Erlass zur „Aids-Vorsorge bei Erste-Hilfe-Maßnahmen in den Schulen“ für das Land Schleswig-Holstein stammt beispielsweise aus dem Jahr 1987.

Verwendete Quellen:
Studie von „Fernarzt“: STI-Report – Sexualbildung an deutschen Schulen teils mangelhaft
• Pressemitteilung von „Fernarzt“