„Umsehen“: Straßen aus dem ganzen Saarland sind jetzt bei Apple Maps

Schon seit vielen Jahren bietet "Google Streetview" einen virtuellen Blick durch viele Straßen – auch im Saarland. Die Funktion hatte jedoch reichlich "blinde Flecken", vor allem in Dörfern. Nun hat Apple ein entsprechendes Feature massiv ausgebaut. Über "Maps" sind jetzt auch entlegene Straßen im Saarland zu sehen.
Über die Apple-App "Maps" kann man jetzt fast alle Straßen im Saarland betrachten. Foto: SOL.DE
Über die Apple-App "Maps" kann man jetzt fast alle Straßen im Saarland betrachten. Foto: SOL.DE

Apple hat seine „Look Around“-Funktion mit Bildern von Straßen und Häusern über Nacht massiv erweitert. Der Dienst startete im April nur mit München, es folgten weitere Großstädte und Ballungsräume. Nun können User:innen in der Karten-App auch Straßen in kleinsten Dörfer betrachten. Das Fachportal „heise“ schätzt, dass Apple mit der „Umsehen“-Funktion fast ganz Deutschland abdeckt. Damit habe es „Google Streetview“ deutlich überholt.

Auch entlegene Orte im Saarland über Apple-App zu sehen

Im Saarland sind über die Anwendung jetzt sowohl Städte wie Saarbrücken oder Neunkirchen vollumfänglich abgebildet als auch kleine Dörfer. Selbst entlegene Orte wie Habenichts in Marpingen, Utweiler in Gersheim oder Viermännerwohnung in Ensdorf können über „Maps“ virtuell auf dem Smartphone besichtigt werden. Das Anschauungsmaterial reicht bis zu kleinen Straßen – in meist guter Bildqualität. Es stammt dabei wohl vielerorts aus dem Jahr 2020.

So könnt ihr eure Häuser unkenntlich machen lassen

Fahrzeugkennzeichen und Gesichter sind auch in Apple Maps automatisch verpixelt. Wer auch sein Haus unkenntlich machen lassen möchte, kann das über „Problem melden“ beantragen. Eigentümer:innen haben unter dem Menüpunkt „Datenschutzbedenken“ die Möglichkeit „Bilder von meinem Zuhause verbergen“ zu lassen. Die Funktion greift auch, sollte ein Gesicht oder Kennzeichen beim Pixeln übersehen worden sein.

Datenschutz-Proteste führten zum Ausbau-Stopp bei Google

Google hatte den Ausbau des Services nach Datenschutz-Protesten im Jahr 2011 sogar gänzlich eingestellt. Die Befürchtung: Die App könnte für Stalking oder sogar Einbrüche genutzt werden. Zahlreiche Immobilienbesitzer:innen hatten damals eine Verpixelung beantragt. Die Fotos der Straßen löschte das Unternehmen daraufhin dauerhaft.

Verwendete Quellen:
– Deutsche Presse-Agentur
– eigene Recherche