Tobias Hans: Rückkehrer aus Risikogebieten sollen sich an Testkosten beteiligen

Urlauber, die aus einem Corona-Risikogebiet zurückkehren, sind derzeit verpflichtet sich testen zu lassen. Aktuell sind die Tests kostenlos. Ministerpräsident Tobias Hans fordert nun eine Beteiligung der Rückkehrer.
Reiserückkehrer aus Risikogebieten sollen sich künftig an den Kosten für ihre Corona-Tests beteiligen. Symbolfoto: Christoph Schmidt/dpa-Bildfunk
Reiserückkehrer aus Risikogebieten sollen sich künftig an den Kosten für ihre Corona-Tests beteiligen. Symbolfoto: Christoph Schmidt/dpa-Bildfunk
Reiserückkehrer aus Risikogebieten sollen sich künftig an den Kosten für ihre Corona-Tests beteiligen. Symbolfoto: Christoph Schmidt/dpa-Bildfunk
Reiserückkehrer aus Risikogebieten sollen sich künftig an den Kosten für ihre Corona-Tests beteiligen. Symbolfoto: Christoph Schmidt/dpa-Bildfunk

Während der Sommerferien seien die kostenlosen Corona-Tests ein probates Mittel gewesen, da es auf schnelles und unbürokratisches Handeln ankam, so Hans gegenüber dem „SR“. Nun müsse die Vorgehensweise jedoch angepasst werden.

Wer in Risikogebiete reist, soll sich an Kosten beteiligen

Die Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten sei die richtige Entscheidung gewesen. Allerdings findet der Ministerpräsident, dass Menschen, die sich bewusst entscheiden in einem ausgewiesenen Risikogebiet Urlaub zu machen, sich künftig an den Kosten beteiligen sollten. Auch Gesundheitsministerin Monika Bachmann hatte sich vor einigen Wochen ähnlich geäußert. Wer das Geld für Urlaub habe, müsse auch die eigenen Tests bezahlen können.

Malu Dreyer: „Die Volksseele kocht, und zwar zu Recht“

Auch in anderen Bundesländern wurde die Diskussion wieder aufgenommen. In Rheinland-Pfalz etwa fordert Ministerpräsidentin Malu Dreyer eine neue Strategie für die Herbstferien. „Die Volksseele kocht, und zwar zu Recht, wenn man Menschen im Fernsehen sieht, die am Flughafen sagen: ‚Ich weiß, Mallorca ist ein Risikogebiet, aber ich fahre trotzdem!'“, erklärte sie bei Mybritt Illner. In Nordrhein-Westfalen plant Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), dass die Test-Kosten ähnlich wie die Flughafengebühren auf den Reisepreis aufgeschlagen werden. 

Verbraucherschützer plädieren für kostenfreie Tests

Verbraucherschützer dagegen schätzen die Lage ganz anders ein. Die Tests müssten kostenlos bleiben, so der Chef des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen, Klaus Müller. Die Gefahr, dass Touristen die Tests dann vermeiden, sei größer. Dadurch schade man der Gesellschaft daher mehr als durch deren Finanzierung.

Verwendete Quellen:
– Saarländischer Rundfunk
– eigene Recherche