Tourismus-Boom im Saarland: Diese Städte waren 2023 besonders beliebte Ausflugsziele

Laut der Industrie- und Handelskammer befindet sich der Saar-Tourismus im Aufschwung. Der momentane Rekordkurs wird wohl den bisherigen Höchstwert an Übernachtungen von 2019 übertreffen. Insbesondere diese Saar-Städte waren in den vergangenen Monaten beliebte Ausflugsziele:
Hier zu sehen: ein Blick auf Homburg/Saar vom Schlossberg aus. Foto: Wikimedia Commons/ Lokilech/CC3.0-Lizenz/Bild zugeschnitten
Hier zu sehen: ein Blick auf Homburg/Saar vom Schlossberg aus. Foto: Wikimedia Commons/ Lokilech/CC3.0-Lizenz/Bild zugeschnitten

Saar-Tourismus auf Rekordkurs

In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres gab es im Saarland einen deutlichen Zuwachs an touristischen Übernachtungen. Wie die IHK Saar am heutigen Freitag (1. Dezember 2023) mitteilte, wurden bislang 9,5 Prozent mehr als im Vorjahr verzeichnet (2023 insgesamt 2,52 Millionen). Das heiße auch: Der Saar-Tourismus ist auf Rekordkurs. So würden sich die „Zeichen mehren“, dass der bisherige Höchstwert an Übernachtungen (von 2019) in diesem Jahr übertroffen wird. „Diese äußerst positive Entwicklung gibt deutlichen Rückenwind für die anstehenden Investitionsentscheidungen“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Frank Thomé.

Diese Städte an der Saar waren 2023 besonders beliebte Ausflugsziele

Nach Angaben der IHK waren insbesondere die Städte Völklingen (+19,5 Prozent Zuwachs), Saarbrücken (+18,7 Prozent), Homburg (+17,0 Prozent) und Saarlouis (+15,1 Prozent) im Jahr 2023 beliebte Ausflugsziele. Deutlich schwächer falle das Plus bei den Übernachtungen in St. Wendel (+9,6 Prozent) und St. Ingbert (+1,9 Prozent) aus.

Im Falle von Saarbrücken gab es in den ersten Monaten des Jahres mehr als 484.000 Übernachtungen, so die Pressestelle der Landeshauptstadt. „Aktueller Spitzenreiter ist der Monat September mit über 64.000 Übernachtungen und einem Plus von fast 22 Prozent gegenüber September 2019“. Um die Aufenthaltsqualität in der Saarbrücker City zu erhöhen, hätte man in den vergangenen Jahren und Monaten „wichtige Maßnahmen umgesetzt“. Beliebte Ausflugsziele in Saarbrücken seien etwa die „ausgedehnten Wälder“, auch besteche die Stadt durch „hochkarätige Sehenswürdigkeiten“ – etwa das Residenzschloss und den St. Johanner Markt.

Positiver Ausblick für Saar-Tourismus

Die IHK geht nach eigenen Angaben für das kommende Jahr 2024 von einem Zuwachs der Übernachtungszahlen „von gut fünf Prozent aus“. Das würde „die Kapazitätsauslastung und Erträge in der Hotellerie weiter verbessern sowie für mehr Beschäftigung, Kaufkraft und Steuerkraft bei uns im Saarland sorge“, sagte Thomé. Allerdings stelle eine positive Fortsetzung keinen Automatismus dar.

Investitionen für Ausbau in Saarbrücken gefordert

Aus Sicht der Industrie- und Handelskammer komme hier der Landeshauptstadt Saarbrücken eine Schlüsselrolle zu. Dazu zähle eine „längst überfällige Realisierung der öffentlichen Leitinvestitionen“. Damit unter anderem gemeint: der Bau einer Eventhalle mit einer Kapazität für mindestens 10.000 Besucher:innen sowie eine zügige Erweiterung der Congresshalle. Überregionale Reiseanlässe wie Sport- und Kulturevents, Kongresse und Messen seien von zentraler Bedeutung für Übernachtungen – auch kurzfristiger Natur.

„Touristisches Profil schärfen“

Aus Sicht der IHK ist es darüber hinaus erforderlich, das „touristische Profil saarlandweit zu schärfen“. Denn die Branche sei stark abhängig von „einzelnen regionalen Leuchttürmen“, beispielsweise dem Center Park am Bostalsee. „Aufgabe der nächsten Jahre muss es daher sein, dass sich die Branche in ihrer Breite noch besser aufstellt“, lautet die Forderung. Die Industrie- und Handelskammer würde sich zudem freuen, wenn man hierzulande ein Großprojekt anstoßen könnte, etwa eine Bundesgartenschau oder eine Internationale Bauausstellung.

Verwendete Quellen:
– Mitteilung der IHK Saarland, 01.12.2023
– Mitteilung der Landeshauptstadt Saarbrücken, 01.12.2023
– Verwendetes Foto: Wikimedia Commons/ Lokilech/CC3.0-Lizenz/Bild zugeschnitten