Wälder im Saarland: Borkenkäfer verursacht Millionenschaden

Der Borkenkäfer gilt als einer der gefährlichsten Schädlinge in der Forstwirtschaft. Er befällt vor allem Fichten. Im Saarland hat der Käfer dadurch im vergangenen Jahr einen Schaden in Millionenhöhe verursacht.
Der Borkenkäfer hat in den Wäldern im Saarland zahlreiche Bäume befallen und einen großen Schaden verursacht. Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa-Bildfunk
Der Borkenkäfer hat in den Wäldern im Saarland zahlreiche Bäume befallen und einen großen Schaden verursacht. Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa-Bildfunk
Der Borkenkäfer hat in den Wäldern im Saarland zahlreiche Bäume befallen und einen großen Schaden verursacht. Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa-Bildfunk
Der Borkenkäfer hat in den Wäldern im Saarland zahlreiche Bäume befallen und einen großen Schaden verursacht. Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa-Bildfunk

Im saarländischen Staatswald hat der Borkenkäfer 2018 doppelt so viel Holz befallen wie noch im Vorjahr. 34.000 Festmeter „Käferholz“ vermeldet der Saarforst Landesbetrieb.

Das starke Aufkommen der Borkenkäfer hat zu einem Verfall der Fichtenholzpreise geführt. Für den Saarforst geht man von Mindereinnahmen von rund einer Million Euro aus. Dazu kommen Kosten für die Wiederbewaldung in noch unbestimmter Höhe. 

Wie das Umweltministerium mitteilte, sei die Menge an Käferholz seit mindestens 15 Jahren nicht mehr so hoch gewesen. Die Höchstwerte lagen zuletzt bei 29.000 Festmetern im Jahr 2006. Vor allem Trockenheit und Hitze im Sommer führen zu einer starken Verbreitung des Käfers. Die Temperaturen 2018 begünstigten die Entwicklung einer dritten und zum Teil sogar vierten Generation des Borkenkäfers fast überall in saarländischen Wäldern. 

Da selbst gesunde Bäume durch einen Befall von Borkenkäfern innerhalb kürzester Zeit absterben können, geht der Saarforst nun gegen die Schädlinge vor. Gefährdete Nadelbaumbestände sollen durch ein flächendeckendes Monitoring vor Neubefall geschützt werden. Um eine Ausbreitung zu vermeiden, müssen befallene Bäume schnell abtransportiert werden. Bei frisch befallenen Bäumen kann auch eine Entrindung notwendig sein, da die Insekten ihre Gänge zunächst in die Rinde bohren, um dort Eier abzulegen. 

Verwendete Quellen:
• Deutsche Presseagentur