Wie Benni Over für Orang-Utans und den Regenwald kämpft

Der 28-jährige Benni Over aus der Pfalz tourt trotz einer schweren Krankheit durch Deutschland und informiert an Schulen über den Regenwald, die Palmöl-Industrie und vor allem: Orang-Utans. Was er damit erreichen will und warum ihm das Thema am Herzen liegt:

Benni Over reist trotz Muskeldystrophie nach Borneo um Urang-Utans zu besuchen
Benni Over reist trotz Muskeldystrophie nach Borneo um Urang-Utans zu besuchen

Benni Over ist 28 Jahre alt und sitzt aufgrund eines schleichenden Muskelschwundes (DMD) seit seinem zehnten Lebensjahr im Rollstuhl. Seine Mission ist Aufklärung – jedoch nicht über die Krankheit, sondern über die vom Aussterben bedrohten Orang-Utans.

Seit Jahren steigt die Nachfrage nach Palmöl, welches zum Beispiel in Lebensmittel verarbeitet wird. Um Platz für neue Palmölplantagen zu schaffen, werden täglich große Flächen des Regenwalds abgeholzt. So wird der natürliche Lebensraum von Orang-Utans, wie deren Möglichkeiten Futter zu finden massiv beschränkt.

Aber nicht nur im Sinne der Artenvielfalt und -erhaltung ist dieses Vorgehen problematisch: Gerade in Zeiten des Klimawandels sind Wälder wichtig, um Kohlenstoffdioxid in Sauerstoff umzuwandeln. Der Amazonas-Regenwald schluckt pro Jahr ungefähr zwei Milliarden Tonnen CO2. Durch die Abholzung dieser Flächen fällt nicht nur der natürliche Umwandlungsprozess aus, sondern durch die Industrie werden noch zusätzliche Tonnen CO2 produziert.

Für ein gesundes Ökosystem braucht der Regenwald wiederum Bewohner wie Orang-Utans, die durch ihre Futterwahl und Ausscheidungen den Fortbestand des Waldes sicher stellten. Genau deswegen setzt sich Benni für die Rettung des Regenwaldes und der rothaarigen Waldmenschen ein.

Mit seinem Buch und dem Kindertrickfilm „Henry rettet den Regenwald“ tourt Benni durch Schulen und informiert über die Zusammenhänge von Regenwald, Klima und Palmölindustrie. Die Aufklärung von Kindern und Jugendlichen steht für Benni im Fokus, da diese Generation mit den Folgen des Klimawandels leben muss. Durch seine Arbeit erhofft er sich vor allem ein Umdenken im Konsumverhalten der Menschen. Denn auch wenn man nicht auf der direkten Entscheidungsebene miteinbezogen ist, hat man als Konsument die Macht das Angebot durch Nachfrage zu gestalten. 

Alle weiteren Informationen über Bennis Projekte und wie ihr ihn unterstützen könnt, findet ihr hier.