Kuriose Idee: Saar-Gaststätte tauscht Mehl und Speiseöl von Kunden gegen Bier

Hamsterkäufe sorgen derzeit nicht nur für Absatzsteigerungen, sondern teils auch leere Regale in Supermärkten. Das zeigt sich beispielsweise beim Mehl. Um den Betrieb weiter aufrechterhalten zu können, hat eine Saar-Gaststätte erst kürzlich einen durchaus kreativen Aufruf gestartet. Und offenbar geht die Idee auf:
Kund:innen können Mehl oder Speiseöl gegen Bier tauschen. Symbolfotos: Pixabay
Kund:innen können Mehl oder Speiseöl gegen Bier tauschen. Symbolfotos: Pixabay

Nach Angaben des Marktforschungsinstituts IRI sorgen momentan Hamsterkäufe für teilweise leere Supermarkt-Regale bei einigen Grundnahrungsmitteln. Neben Nudeln und Kartoffelpüree seien derzeit insbesondere Speiseöle, Mehl und Reis gefragt. Im Falle von Mehl lagen die Verkaufszahlen laut IRI in der ersten Märzwoche 82 Prozent über dem Vergleichszeitraum 2021.

Nicht nur Verbraucher:innen sehen sich mit der Knappheit konfrontiert. Auch Restaurants fehle es an Waren, wie aus dem „Aktuellen Bericht“ des „SR“ hervorgeht. „Speiseöl ist so knapp, dass manche Restaurants die Pommes von der Karte nehmen müssen“, heißt es. Um den Betrieb weiter aufrechterhalten zu können, hat eine Saar-Gaststätte in dieser Woche einen kreativen Aufruf in den sozialen Medien gestartet.

Turnerheim Bischmisheim: Tausch von Mehl und Öl gegen Bier

Auf der Facebook-Seite des „Turnerheim Bischmisheim“ wurde diesen Montag folgender Aufruf veröffentlicht: „Liebe Gäste, da wir derzeit weder an Öl noch an Mehl herankommen, da es in allen Super- und Großmärkten ausverkauft ist, wir aber trotzdem unsere Speisekarte und für bevorstehende Veranstaltungen noch alles kochen können, würden wir normales Weizenmehl und Speiseöl gegen Freibier tauschen.“ Je Liter Speiseöl gebe es zwei Bier; je Packung Mehl ein Freibier, lautet der Deal. Die Idee sei aus einer „Thekenlaune“ heraus entstanden.

Daniela Malter, Wirtin des „Turnerheim Bischmisheim“, im „Aktuellen Bericht“: „Ein Gast sagte mir, es wird so viel gespendet. Frag‘ doch einfach bei Gästen, ob sie auch für dich spenden würden. Die Idee hab‘ ich aufgegriffen“. Eigentlich rechnete Malter nicht mit einer großen Resonanz. Doch es gebe schon „erste Anrufer, die helfen wollen“. Darüber hinaus würden Stammgäste Mehl sowie Öl mitbringen.

Malter stellte in der Sendung aber auch klar, dass es sich bei der Aktion lediglich um eine „Thekenidee“ gegen die aktuellen Engpässe handele. „Ich möchte definitiv nichts geschenkt haben“, sagte sie. „Es geht wirklich nur darum, Vorräte aufzufüllen“. So solle der reguläre Betrieb am Laufen gehalten werden. „Ich zahle den Einkaufspreis, den die Leute auch bezahlt haben“, erklärte die Wirtin. „Und das Freibier gibt’s tatsächlich zusätzlich obendrauf“.

Den gesamten Beitrag im „Aktuellen Bericht“ könnt ihr euch an dieser Stelle anschauen.


Verwendete Quellen:
– Facebook-Beitrag der Seite „Turnerheim Bischmisheim“ vom 28.03.2022
– „Aktueller Bericht“ im „SR“
– eigener Bericht