Saarbrücken: Hausbewohner schrecken Raser mit Blitzer-Attrappe ab

Wer derzeit die Rußhütter Straße auf dem Saarbrücker Rastpfuhl befährt, dürfte nicht schlecht staunen. Denn scheinbar wurde dort erst kürzlich ein neuer Blitzer fest installiert. Teure Fotos fertigt das Gerät allerdings nicht an.
Werner Dederichs hat in der Rußhütter Straße ein Kanalrohr als Blitzerattrappe aufgestellt. Foto: BeckerBredel
Werner Dederichs hat in der Rußhütter Straße ein Kanalrohr als Blitzerattrappe aufgestellt. Foto: BeckerBredel
Werner Dederichs hat in der Rußhütter Straße ein Kanalrohr als Blitzerattrappe aufgestellt. Foto: BeckerBredel
Werner Dederichs hat in der Rußhütter Straße ein Kanalrohr als Blitzerattrappe aufgestellt. Foto: BeckerBredel

Eine fest installierte Blitzersäule in der Rußhütter Straße in Saarbrücken? Optisch ja, technisch nein. Bei dem Blitzer handelt es sich nämlich um eine Attrappe, die im Vorgarten eines Wohnhauses steht.

Genau genommen besteht der Fake-Blitzer aus einem grauen Baurohr, das mit drei schwarzen Plastikteilen umwickelt ist. Fertig ist die Illusion eines vermeintlichen echten Geräts. Doch Fotos oder Geschwindigkeitsmessungen fertigt die Attrappe nicht an. Und das wäre auch nicht legal.

Was ist also erlaubt? Rein rechtlich spricht nichts dagegen, auf dem eigenen Grundstück ein Gerät aufzustellen, das einem fest installiertem Geschwindigkeitsmesser ähnelt, erklärte bereits in einem ähnlichen Fall Johannes Boos vom ADAC.

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Wichtig sei hierbei nur, dass der unechte Blitzer keine echten Signale aussende, beispielsweise Lichtsignale, die Verkehrsteilnehmer irritieren und somit die Sicherheit beeinträchtigen würden.

Wie aus einem Bericht der „Bild“-Zeitung hervorgeht, gehört der Blitzer dem 77-jährigen Anwohner des Grundstücks, Werner Dederichs. Der sagte zur Bild, er habe die Attrappe zur Abschreckung errichtet. Denn die Stadt stelle ja selbst – die Rußhütter Straße ist eine Tempo-30-Zone, keinen „echten“ Blitzer hin.