Sabotage bei der Bahn legt Schienenverkehr für Stunden lahm: Weitere Zugausfälle erwartet

Ausgerechnet zum Start ins Wochenende werden unzählige Bahnreisende am Samstag (8. Oktober 2022) ausgebremst. Die großflächigen Ausfälle im Zugverkehr gehen nach Aussage der Bahn auf Sabotage zurück.
Durch einen Sabotageakt wurde der Schienenverkehr der Bahn am Samstag über mehrere Stunden lahmgelegt. Foto: picture alliance/dpa | Paul Zinken
Durch einen Sabotageakt wurde der Schienenverkehr der Bahn am Samstag über mehrere Stunden lahmgelegt. Foto: picture alliance/dpa | Paul Zinken

Sabotage bei der Bahn legt Schienenverkehr lahm

Über Stunden ging nichts mehr auf vielen Schienen in Deutschland: Ein Sabotageakt hat nach Angaben der Bahn eine folgenreiche Störung des Zugfunks ausgelöst und vielen Reisenden den Start ins Wochenende vermasselt. Wegen Schäden an Kabeln, die für den Zugverkehr unverzichtbar seien, habe die Deutsche Bahn den Zugverkehr im Norden am Samstagvormittag für knapp drei Stunden einstellen müssen, sagte eine Unternehmenssprecherin der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Berlin.

Bundesverkehrsminister spricht ebenfalls von „Sabotagehandlungen“

Die weiträumigen Störungen im Bahnverkehr gehen laut Bundesverkehrsminister Volker Wissing auf Sabotage an zwei Standorten zurück. Es seien Kabel durchtrennt worden, sagte der FDP-Politiker am Samstag in Landau in der Pfalz. Er sprach von „Sabotagehandlungen“. „Es wurden Kabel mutwillig und vorsätzlich durchtrennt, die für den Zugverkehr unverzichtbar sind.“ Die Bundespolizei ermittle.

Bundespolizei hat Ermittlungen aufgenommen: Hintergründe der Tat noch unklar

Die zuständigen Sicherheitsbehörden wie die Bundespolizei hätten inzwischen die Ermittlungen aufgenommen. Wie genau die Kabel sabotiert worden sein sollen und was die Hintergründe sind, blieb zunächst offen. „Die Hintergründe dieser Tat sind derzeit noch nicht weiter bekannt.“, so Wissing.

Weitere Zugausfälle zu erwarten

Im Laufe des Vormittags meldete die Bahn, dass die Störung behoben sei, es aber weiter zu Beeinträchtigungen kommen könne. „Leider müssen Sie weiterhin mit Zug-, Haltausfällen und Verspätungen rechnen“, twitterte die Bahn am Samstagmittag. Unzählige Fahrgäste strandeten am Samstag bereits an verschiedenen Bahnhöfen.

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Verwendete Quellen:
– Deutsche Presse-Agentur