Neue Details zu Geldtransporter-Überfall in Saarlouis: Fahnder wussten offenbar, dass Coup kurz bevorsteht

Neue Details im Fall des spektakulären Geldtransporters-Überfalls in Saarlouis: Einem Medienbericht zufolge wussten französische Behörden offenbar, dass ein großer Coup der Täter kurz bevorsteht. Was bekannt ist:
Der Geldtransporter brannte völlig aus. Foto: BeckerBredel
Der Geldtransporter brannte völlig aus. Foto: BeckerBredel

Laut Bericht: Fahnder waren Tätern von Saarlouis auf den Fersen

Vor dem spektakulären Überfall auf einen Geldtransporter in Saarlouis Mitte Januar 2023 waren Fahnder aus Frankreich den Tätern schon mehrere Monate lang dicht auf den Fersen. Seit November vergangenen Jahres sei gegen die Mitglieder der organisierten Kriminalität in Frankreich bereits wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt worden, jedoch ohne dass die Fahnder wussten, wo die Täter später zuschlagen. Das berichtete die französische Zeitung „L’Obs“ diesen Donnerstagabend (2. März 2023) unter Verweis auf die Polizei.

Ermittler wussten, dass Coup bevorsteht

Die Männer aus dem Großraum Paris seien bei Fahrten nach Belgien, Luxemburg und Deutschland sowie beim Ausspähen eines Luxus-Juweliers in Paris beobachtet worden. Am Tag vor dem Überfall auf den Geldtransporter in Saarlouis am 13. Januar 2023 hätten die Ermittler erfahren, dass ein Coup bevorsteht und die Täter zunächst auf der Autobahn verfolgt. Dort seien sie aber aus dem Blick verloren worden.

Mittlerweile zehn Tatverdächtige in Fall

Über die Kennzeichenüberwachung an der Autobahn hätten die Fahnder verfolgen können, dass sich die Ganoven über Belgien Richtung Deutschland bewegt hätten. Bereits am Abend nach der Tat wurden fünf mutmaßlich Beteiligte im Großraum Paris festgenommen, zwei weitere bald darauf bei Lille. Von der Beute in Höhe von 2,1 Millionen Euro beschlagnahmten französische Fahnder 860.000 Euro. Inzwischen wird gegen mindestens zehn Tatverdächtige ermittelt.

Tat in Saarlouis-Lisdorf hatte für großes Aufsehen gesorgt

Bei der Tat an einer Kreuzung im Saarlouiser Stadtteil Lisdorf war es zu einem Schusswechsel und einer Explosion gekommen - die Täter hatten den Transporter aufgesprengt und Bargeld erbeutet. Danach flüchteten die Täter in Richtung der französischen Grenze. Bei einigen von ihnen soll es sich laut französischen Medien um Berufskriminelle aus der Pariser Unterwelt handeln, die wegen andere Geldtransporterüberfälle bereits viele Jahre hinter Gitter saßen.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur