Rheinland-Pfalz und Saarland unter Schock nach tödlichen Schüssen auf Polizeikräfte

Nachdem in der Nacht zum Montag (31. Januar 2022) im Landkreis Kusel zwei Polizeibeamt:innen erschossen wurden, herrscht in Rheinland-Pfalz und dem Saarland ein tiefer Schock.
Nach den tödlichen Schüssen auf zwei Polizeibeamt:innen in Kusel, ist der Tatort weiträumig abgeriegelt. Foto: picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow
Nach den tödlichen Schüssen auf zwei Polizeibeamt:innen in Kusel, ist der Tatort weiträumig abgeriegelt. Foto: picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow

Zwei Polizeibeamt:innen im Landkreis Kusel erschossen

In der Nacht zum Montag sind bei einer Verkehrskontrolle im Landkreis Kusel in Rheinland-Pfalz eine 24-jährige Polizeianwärterin sowie ihr 29-jähriger Kollege durch Schüsse getötet worden. Die Hintergründe des Geschehens sind auch am Montagmittag noch unklar. Die Beamt:innen waren auf einer routinemäßigen Streifenfahrt unterwegs gewesen, als gegen etwa 4.20 Uhr die tödlichen Schüsse fielen. In Rheinland-Pfalz und im Saarland sitzt der Schock tief nach der unfassbaren Tat.

Gewerkschaft der Polizei tief bestürzt

Die Gewerkschaft der Polizei Rheinland-Pfalz (GdP) ist tief bestürzt über den Tod der Polizisten. „Wir sind in Gedanken bei den Angehörigen der beiden Getöteten und auch bei allen Kolleginnen und Kollegen. Wir durchleben gerade den realen Alptraum aller Polizistinnen und Polizisten!“, sagte GdP-Landesvorsitzende Sabrina Kunz am Montagmorgen in Mainz. „Unser tiefes Beileid gilt den Angehörigen. Hoffentlich können die oder der Täter zeitnah festgenommen werden, damit mögliche Gefahren für die Bevölkerung abgewendet sind. Dieses skrupellose Vorgehen und die Tat machen mich fassungslos“, so Kunz weiter.

Ministerpräsidentin Dreyer und Innenminister Lewentz „zutiefst schockiert“

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Innenminister Roger Lewentz haben sich ebenfalls „zutiefst schockiert“ über die schlimme Tat gezeigt. „Die Tat ist entsetzlich. Es bestürzt uns sehr, dass zwei junge Menschen im Dienst ihr Leben verloren haben“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der Politiker:innen. Beide haben als sichtbares Zeichen der Trauer in Rheinland-Pfalz eine Trauerbeflaggung (auf halbmast) angeordnet.

Schock sitzt auch im Saarland tief

Auch im Saarland sitzt der Schock nach der grausamen Tat im Landkreis Kusel tief. Das Landespolizeipräsidium, Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) und Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) haben ihre Trauer und Anteilnahme bekundet.

Ministerpräsident Hans versprach, dass „die saarländische Polizei die Dienststellen in Rheinland-Pfalz mit allen Mitteln bei der Aufklärung dieses furchtbaren Verbrechens“ unterstützen werde. Den Angehörigen, den Familien, Freund:innen, Kolleginnen und Kollegen wünschte „viel Kraft in diesen schweren Stunden“.

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger erklärte, dass sie ihre Gefühle nach dieser schrecklichen Tat kaum in Worte fassen könne. „Trauer, Fassungslosigkeit, Wut, alles mischt sich angesichts dieser Nachricht. In Gedanken bin ich bei den Angehörigen und Freunden“, so Rehlinger.

Verwendete Quellen:
– eigene Recherche