Tödlicher Sturz in Saarbrücken: Mutter noch nicht vernehmungsfähig

Die Mutter, die ihre beiden Kinder in Alt-Saarbrücken von einer Brüstung geworfen haben und anschließend selbst gesprungen sein soll, ist noch nicht vernehmungsfähig. Der aktuelle Ermittlungsstand:
Das Haus am Freitagmorgen. Die Brüstung ist auf dem Bild nicht einsehbar. Foto: BeckerBredel
Das Haus am Freitagmorgen. Die Brüstung ist auf dem Bild nicht einsehbar. Foto: BeckerBredel

Im Fall der Mutter, die in Saarbrücken ihre zwei kleinen Kinder von einer Brüstung geworfen haben soll, ermittelt die Polizei weiter wegen mutmaßlichen Mordes und versuchten Mordes. Die dreijährige Tochter hatte den Sturz in fünf Meter Tiefe am Donnerstagabend in Alt-Saarbrücken nicht überlebt. Ihre einjährige Schwester blieb weitgehend unverletzt.

Frau noch nicht vernehmungsfähig

Die 38 Jahre alte Frau sprang anschließend in die Tiefe und liegt schwer verletzt im Krankenhaus. Sie sei nicht vernehmungsfähig, weshalb ihre Motivation noch unklar sei, sagte ein Polizeisprecher am heutigen Samstag (30. Juli 2022).

Mutter soll unter psychischer Krankheit leiden

Bisher gebe es lediglich die Erkenntnis, dass sie an einer psychischen Krankheit leide. Doch ob dies Auslöser der Tat war, sei noch unklar, sagte der Sprecher.

Familie war zu Besuch in Saarbrücken

Die Brüstung befindet sich hinter einem Haus zwischen Obergeschoss und einem Gartenhang. Die Familie aus dem hessischen Main-Taunus-Kreis war zu Besuch bei den Großeltern in Saarbrücken. Die Kinder hätten nach Polizeiangaben nicht alleine über die Balustrade gelangen können. In der Wohnung der Eltern der Mutter war demnach auch deren Lebensgefährte und Vater der Mädchen anwesend. Notfallseelsorger kümmerten sich um Familie.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur
- eigene Berichte