Anke Rehlinger will allgemeine Corona-Impfpflicht in Deutschland

In der Diskussion über eine mögliche allgemeine Impfpflicht hat sich nun auch Anke Rehlinger (SPD) zu Wort gemeldet. Ihrer Auffassung nach sollte Deutschland eine solche Impfpflicht einführen, um eine „eventuell sogar 5. oder 6. Welle zu verhindern“. Das ganze Statement:

Anke Rehlinger (SPD) befüfwortet eine Impfpflicht in Deutschland. Foto: dpa-Bildfunk/Oliver Dietze

Anke Rehlinger spricht sich für Impfpflicht aus

Auf Twitter hat sich Anke Rehlinger, die SPD-Vorsitzende im Saarland, für eine allgemeine Impfpflicht in Deutschland ausgesprochen. In dem entsprechenden Beitrag heißt es: „Die Jojo-Pandemie wird nur aufhören, wenn die Impflücke geschlossen wird. Um eine evtl. 5. oder sogar 6. Welle zu verhindern, sollte Deutschland eine Impfpflicht einführen. Diese Debatte muss jetzt geführt werden.“

Rehlinger: „Harter Eingriff“

Laut Rehlinger sei eine Impfpflicht zwar „ein harter Eingriff„. Der Schritt vermeide ihrer Ansicht nach aber „zukünftig massive Einschränkungen für die breite Mehrheit der Geimpften“. Auch schrieb die SPD-Politikerin: „Impfen ist deshalb nicht nur eine private Entscheidung, sondern auch eine Frage der Solidarität insbesondere gegenüber vulnerablen Personen in der Gesellschaft“. Man sollte der „Lage ins Auge blicken, dass es notwendig sein wird“.

Vor etwa einer Woche hatte sich die Landesvorsitzende der SPD im Saarland bereits angesichts der stark steigenden Corona-Zahlen für eine berufsbezogene Impfpflicht ausgesprochen. „Wer mit Menschen arbeitet, die besonderen Schutz brauchen, hat eine moralische und berufsethische Pflicht, diese Menschen bestmöglich zu schützen“, sagte sie dem „Handelsblatt“.

Tobias Hans gegen Impfpflicht

Im Rahmen der Sendung „Anne Will“ hatte sich Saar-Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) erst kürzlich gegen eine gesetzliche Impfpflicht ausgesprochen. Die Debatte sei verführt, argumentierte Hans: „Die Impfpflicht ist nicht die Debatte, die wir jetzt brauchen“.

Spahn: Corona-Impfpflicht löst akutes Problem nicht

Aus Sicht des geschäftsführenden Bundesgesundheitsministers Jens Spahn (CDU) ist die Diskussion über die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht momentan nicht zielführend. Am heutigen Dienstag (23. November 2021) sagte er im Deutschlandfunk: „Sie löst unser akutes aktuelles Problem nicht„. Man würde „diese Welle ja nicht mit einer verpflichtenden Impfung“ brechen. Die Wirkung käme zu spät. „Wir müssen jetzt Kontakte reduzieren und geschlossen staatlich handeln“. Zuvor hatten sich einige Ministerpräsident:innen für eine allgemeine Impfpflicht ausgesprochen.

Verwendete Quellen:
– Anke Rehlinger auf Twitter
– eigene Berichte
– Deutsche Presse-Agentur