Frankreich will Knallhart-Regeln für Ungeimpfte

Auch in Frankreich sind die Corona-Zahlen zuletzt in die Höhe geschossen. Der Senat billigte jetzt verschärfte Maßnahmen für Ungeimpfte. Sie sind an eine Bedingung geknüpft.

Die Corona-Regeln für Ungeimpfte werden in Frankreich verschärft. Foto: Michel Euler/dpa-Bildfunk

Frankreichs Senat hat die geplante Verschärfung der Corona-Regeln für Ungeimpfte in der Nacht zu Donnerstag (13. Januar 2022) mit Einschränkungen gebilligt. Um die fünfte Welle einzudämmen, erhalten Ungeimpfte damit schon bald keinen Zugang mehr zu Einrichtungen etwa der Gastronomie und Kultur und können keine Fernzüge und Flüge mehr nutzen. Bislang war dies noch mit einem aktuellen negativen Test möglich.

Wann die Verschärfung gilt

Der Senat bestimmte aber, dass die Verschärfung nur solange gilt, wie sich mehr als 10.000 Corona-Patient:innen in französischen Kliniken befinden. Aktuell sind es rund 24.000.

Digitaler Corona-Pass auch für Genesene

Auch Genesene sollen künftig den digitalen Corona-Pass erhalten, der uneingeschränkten Zugang zu Einrichtungen und Veranstaltungen ermöglicht, wie der Senat bestimmte. Die Pflicht zu einem Impfnachweis als Zugangsvoraussetzung soll außerdem erst ab 18 Jahren gelten. Bei übergeordneten Gründen sollen Fernreisen weiterhin auch mit einem Test ohne Impfung möglich sein. Auch wer einen Impftermin bereits vereinbart hat, soll vorübergehend weiter mit einem Test überall Zugang erhalten.

Keine härteren Strafen geplant

Härtere Strafen wischte der Senat ebenso vom Tisch wie eine Verpflichtung von Gastronomen zur Überprüfung der Identität von Gästen. Dies sei alleine Befugnis der Polizei.

Zahlen schnellen in die Höhe

Die Fallzahlen in Frankreich sind in den vergangenen Wochen in die Höhe geschnellt. Die Omikron-Variante des Coronavirus ist mittlerweile vorherrschend im Land. Am Mittwoch wurden knapp 362.000 registrierte Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages verzeichnet. Der Inzidenzwert lag landesweit zuletzt bei 2.811. Er gibt an, wie viele Infektionen innerhalb einer Woche auf 100.000 Menschen erfasst wurden.

Verwendete Quellen:
– Deutsche Presse-Agentur