Ab 20. November

Neue Regeln beim Online-Shopping: Das ändert sich noch diesen Monat

Beim Online-Shopping ist es verlockend, erst zu bestellen und später zu zahlen. Doch genau diese Bequemlichkeit kann auch finanzielle Risiken bergen. Ab dem 20. November gelten deshalb neue Regeln.

Jasmina Zekic

Online-Redakteurin aus Trier

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· · 3 Min. Lesezeit
Neue Regeln beim Online-Shopping: Das ändert sich noch diesen Monat
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Ab 20. November gelten neue Regeln für Zahlungsoptionen wie "Später bezahlen". Symbolfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

Diese neuen Regeln gelten schon bald beim Online-Shopping

Eine neue Jacke bestellen und erst später bezahlen – für viele Menschen gehört das inzwischen zum Online-Shopping dazu. Zahlungsoptionen wie „Später bezahlen“ („Buy now, pay later“) machen Einkäufe auf den ersten Blick unkompliziert. Doch hinter der bequemen Möglichkeit steckt häufig ein Kredit. Deshalb gelten in Deutschland ab dem 20. November 2026 strengere Vorgaben, die Verbraucher:innen besser vor finanziellen Risiken schützen sollen.

Strengere Regeln für „Jetzt kaufen, später bezahlen“

Wer beim Online-Einkauf die Option „Jetzt kaufen, später bezahlen“ auswählt, muss sich künftig auf neue Vorgaben einstellen. Ab dem 20. November fallen solche Zahlungsmodelle unter strengere Verbraucherschutzregeln. Das betrifft auch Kleinkredite unter 200 Euro und zinslose Finanzierungen. Sie gelten dann als Verbraucherkredite.

Anbieter müssen dann prüfen, ob sich Kundinnen und Kunden die jeweilige Finanzierung leisten können. Eine solche Kreditwürdigkeitsprüfung war bei vielen kleineren Beträgen bislang nicht vorgeschrieben. Grundlage für die Änderungen ist die neue EU-Verbraucherkreditrichtlinie „CCD II“.

Was sich sonst noch ändert

Auch beim Datenschutz gibt es Vorgaben. Sensible Informationen wie Gesundheitsdaten oder Daten aus sozialen Netzwerken dürfen für die Bewertung der Kreditwürdigkeit nicht herangezogen werden. Werden Entscheidungen automatisiert getroffen, können Verbraucher:innen außerdem eine Überprüfung durch einen Menschen verlangen.

Zusätzlich müssen die Anbieter verständlicher über die Bedingungen informieren. Dazu gehören unter anderem die Gesamtkosten, die Laufzeit, die Höhe der einzelnen Raten und mögliche Folgen, wenn eine Zahlung nicht rechtzeitig eingeht. Viele Nutzerinnen und Nutzer dürften deshalb neue Vertragsbedingungen akzeptieren müssen.

Was hinter „Buy now, pay later“ steckt

Der Begriff „Buy now, pay later“ umfasst unterschiedliche Zahlungsarten. Gemeinsam ist ihnen, dass Käuferinnen und Käufer ihre Ware nicht unmittelbar vollständig bezahlen. Stattdessen wird der Betrag entweder zu einem späteren Zeitpunkt auf einmal oder in mehreren Teilzahlungen beglichen. Dazu zählen beispielsweise Ratenkäufe, Darlehen und sogenannte Null-Prozent-Finanzierungen.

Häufig werden solche Zahlungsoptionen nicht direkt vom Online-Shop angeboten, sondern von externen Dienstleistern wie Klarna oder PayPal abgewickelt.

Warum die Zahlungsoption zur Schuldenfalle werden kann

Bislang waren viele „Buy now, pay later“-Angebote von den üblichen Verbraucherschutzvorschriften für Kredite ausgenommen. Das galt insbesondere für Finanzierungen unter 200 Euro sowie für Kredite, die innerhalb von drei Monaten vollständig zurückgezahlt werden mussten. Eine vorherige Prüfung der Kreditwürdigkeit war in diesen Fällen häufig nicht notwendig.

Damit lag die Einschätzung, ob ein Kauf finanziell tatsächlich machbar ist, weitgehend bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern selbst. Gerade wenn das Geld ohnehin knapp ist, kann das problematisch werden. Wer mehrere Einkäufe auf diese Weise finanziert, verliert womöglich schnell den Überblick über die offenen Beträge und fälligen Zahlungen.

Bei verspäteter Zahlung können zusätzliche Kosten entstehen

Viele Angebote sind zunächst kostenlos. Wer den vereinbarten Betrag pünktlich begleicht, muss häufig keine zusätzlichen Gebühren zahlen. Anders sieht es aus, wenn eine Zahlung versäumt wird. Dann können Zinsen und weitere Kosten hinzukommen.

Verbraucherschützer:innen raten deshalb dazu, mehrere gleichzeitig laufende Finanzierungen möglichst zu vermeiden. Vor jeder Nutzung sollte klar sein, wann welcher Betrag fällig wird und ob das Geld zum entsprechenden Zeitpunkt tatsächlich zur Verfügung steht. Wer „Buy now, pay later“ nutzen möchte, sollte sich bewusst machen, dass es sich dabei um eine Kreditaufnahme handelt – auch wenn der Einkauf zunächst wie eine gewöhnliche Bestellung wirkt. Vor dem Abschluss lohnt sich deshalb ein genauer Blick in die Vertragsbedingungen.

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