50 neue Hinweise zum Todesfahrer von Zweibrücken nach „Aktenzeichen XY“

Ein 13 Jahre alter Junge kam 2018 bei einem Unfall auf der A 8 nahe Zweibrücken ums Leben. Der Verursacher flüchtete. Am gestrigen Abend rollte die Sendung "Aktenzeichen XY" den Fall wieder auf. Gegen Ende der Sendung wurde bekannt, dass neue Hinweise vorliegen.
Der Fall des tödlichen Unfalls nahe Zweibrücken war wieder Thema bei "Aktenzeichen XY". Fotos: picture alliance/dpa
Der Fall des tödlichen Unfalls nahe Zweibrücken war wieder Thema bei "Aktenzeichen XY". Fotos: picture alliance/dpa

„Aktenzeichen XY“ rollt tödlichen Unfall von Zweibrücken erneut auf

Fünf Jahre nach dem tödlichen Unfall mit Fahrerflucht auf der A8 bei Zweibrücken hat die Sendung „Aktenzeichen XY … Ungelöst“ den Fall am gestrigen Mittwoch, 26.07.2023, wieder aufgegriffen. Zum bereits dritten Mal wurden die Geschehnisse rekonstruiert. Zudem haben die Angehörigen des damals verstorbenen 13-Jährigen die Belohnung für Hinweise auf 20.000 Euro erhöht.

„Zwei konkrete Hinweise“ bei „Aktenzeichen XY“

Gegen Ende der jüngsten Ausstrahlung meldete sich Alfred Hettmer vom Landeskriminalamt Bayern zu Wort. In der ZDF-Sendung fasst Hettmer regelmäßig die neuesten Erkenntnisse aus den Anrufen zusammen. Laut „RTL“ sagte er: „Es gibt zwei konkrete Hinweise zum sogenannten Nachtatverhalten des Unfallverursachers“. Dem werde jetzt „ganz gezielt nachgegangen“. Weitere Angaben dazu habe Hettmer nicht gemacht. Zudem warnte er vor falschen Hoffnungen. Die Hinweise müssten erst einmal überprüft werden.

Laut „Rheinpfalz“ war zuvor bereits per Mail ein Hinweis eingegangen – nachdem bekannt wurde, dass der Fall erneut in der Sendung behandelt wird. Und auch vor drei Wochen, als das Programm noch nicht feststand, sei ein Hinweis zu dem Unfall vom 1. Juli 2018 eingegangen.

50 Hinweise seit Ausstrahlung der Sendung

Seit der Ausstrahlung im Fernsehen erreicht die Polizeiinspektion Zweibrücken fast 50 Hinweise. Ein Großteil der Hinweise beziehe sich auf das gesuchte Fahrzeug. Allerdings sei bei vielen Meldung kein konkreter räumlicher oder zeitlicher Bezug zum Unfall erkennbar. Dennoch werden diese Informationen sorgfältig überprüft, teilte die Polizei am Mittwochvormittag mit.

13-Jähriger starb nach Crash auf A8 nahe Zweibrücken

Ein damals 37 Jahre alter Vater und sein Sohn (13) waren am 1. Juli 2018 mit dem Motorrad auf der A8 unterwegs. Zeugenaussagen zufolge fuhr dabei ein Auto von hinten auf das Motorrad auf. Die Harley-Davidson prallte in der Folge gegen die Leitplanke und schleuderte zurück auf die Überholspur, wo sie Feuer fing. Der 13-Jährige starb, sein Vater wurde schwer verletzt.

Verursacher bis heute nicht gefasst

Der Verursacher ergriff die Flucht. Bis heute konnte er nicht gefasst werden. Bis auf Anhaltspunkte zum Unfallwagen ist kaum etwas bekannt. Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei dem Fahrzeug um einen weißen Mercedes handelte – womöglich eine E-Klasse.

Eigene Berichte, RTL, Rheinpfalz, Mitteilung Polizeiinspektion Zweibrücken (27.07.2023)