Parken in Trier wird deutlich teurer – vor allem für Bewohner

Um die Autos aus der Stadt zu drängen und eher in die Parkhäuser zu locken, steigen die Parkgebühren in Trier. Zwar fällt der Anstieg etwas geringer aus als zunächst angekündigt, aber vor allem Anwohnerinnen und Anwohner müssen künftig sehr tief in die Tasche greifen.
Die Parkgebühren in Trier steigen im neuen Jahr - vor allem für Bewohnerinnen und Bewohner. Symbolfoto: Philipp von Ditfurth/dpa
Die Parkgebühren in Trier steigen im neuen Jahr - vor allem für Bewohnerinnen und Bewohner. Symbolfoto: Philipp von Ditfurth/dpa

Autos sollen fern bleiben: Parkgebühren in Trier steigen

Parken in Trier wird teils deutlich teurer. Die Innenstadt soll unattraktiver für Autofahrer:innen werden. Aber auch wegen der angespannten Haushaltslage muss die Stadt ihre Einnahmen erhöhen. Verkehrsdezernent Dr. Thilo Becker hatte deshalb bereits im September einen Anstieg der Parkgebühren im Freien angekündigt. Ziel der Erhöhung ist es, „den überflüssigen Parksuchverkehr in Trier zu reduzieren“ und das Parken in den Parkhäusern verlockender zu machen, erklärt die Stadt. Dort sind im Gegensatz zu den Straßen in Trier fast immer Plätze verfügbar.

So teuer wird das Parken im Stadtkern

Eigentlich war vorgesehen, die Preise innerhalb der Gebührenzone eins (innerhalb Alleenring) von 2,20 Euro auf 3 Euro pro Stunde zu erhöhen. In der Gebührenzone zwei (außerhalb Alleenring) sollten die Parkgebühren um 40 Cent pro Stunde steigen: von derzeit 1,10 Euro auf dann 1,50 Euro. Wie nun bekannt gegeben wurde, fällt der Aufschlag etwas geringer aus. Ab Januar 2024 betragen die Preise in Zone eins pro angefangener Stunde 2,80 Euro, in Zone zwei werden 1,40 Euro fällig.

Handyparken künftig günstiger

Künftig gibt es einen Anreiz für Autofahrerinnen und Autofahrer, statt der Parkautomaten das Bezahlsystem Handyparken zu nutzen: Wer per Smartphone mit der App paybyphone zahlt, zahlt „nur“ 2,70 Euro beziehungsweise 1,35 Euro pro Stunde. Handyparken wird zudem minutengenau abgerechnet.

Parkhäuser heben ebenfalls die Preise an

Die meisten innerstädtischen Parkhäuser und Tiefgaragen werden von den Stadtwerken (SWT) betrieben. Mit den Stadtwerken ist vorabgestimmt, dass die Parktarife auf maximal 2,40 Euro pro Stunde erhöht werden. Die Abrechnung erfolgt im 30-Minuten-Takt. Damit gibt es einen deutlichen Preisunterschied zwischen Parkhäusern und Parkflächen im Außenbereich. Von der Stadt heißt es dazu: Es ist „einfacher und günstiger, die SWT-Parkhäuser anzusteuern, Parksuchverkehr durch die Stadt lohnt sich einfach nicht.“

Extremer Anstieg für Anwohnerparken

Anwohnerinnen und Anwohner müssen ab dem nächsten Jahr sehr viel tiefer in die Tasche greifen. Wer einen Bewohnerausweis möchte, muss mehr als sechsmal so viel wie bisher zahlen. Für die drei Anwohnerparkzonen (Nord, Mitte und Süd) wurden bislang 30,70 Euro für ein Jahr fällig. Künftig zahlen Anwohner:innen 200 Euro pro Jahr (55 Cent pro Tag) – also 169,30 Euro mehr als bisher.

Bewohnerparken wird jährlich teurer

Die Parkzone Süd wird auf Wunsch des Ortsbeirates in Richtung Süden noch erweitert. Weil der öffentliche Raum in der Stadt „wertvoll“ für alle und nicht nur für parkende Autos ist, sei ein Anstieg notwendig und vertretbar. Sobald es technisch umsetzbar ist, soll sogar eine Staffelung beispielsweise nach Fahrzeuggröße oder nach Umweltkriterien geprüft werden. Bereits jetzt kündigt Verkehrsdezernent Becker an, dass für die Folgejahre weitere Steigerungen des Bewohnerparkens um jeweils 40 Euro geplant sind.

Verwendete Quellen:
– Pressemitteilung Stadt Trier, 16.11.2023