Ärztlicher Mitarbeiter der Uniklinik Homburg soll Patientin sexuell missbraucht haben

Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken ermittelt derzeit gegen einen "ärztlichen Mitarbeiter" des Universitätsklinikums des Saarlandes (UKS). Der Verdacht: Sexueller Missbrauch einer Patientin und Besitz von Kinderpornografie.

Bereits im Jahr 2018 soll der Mitarbeiter in der Notaufnahme der Uniklinik in Homburg eine „erwachsene Patientin ohne medizinische Indikation unangemessen berührt haben“. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Montag (31. Mai 2021) der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Frau erstattete Strafanzeige, da er kürzlich über das Internet Kontakt zu ihr aufnehmen wollte.

Handy wirft Verdacht auf Besitz von Kinderpornografie auf

Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken hat die Ermittlungen aufgenommen und zunächst das Handy des Mannes sichergestellt. Dadurch ergab sich darüber hinaus der Verdacht auf Besitz von Kinderpornografie und damit ein weiteres Ermittlungsverfahren. Bei der Durchsuchung des Arbeitsplatzes des Beschuldigten am 7. Mai wurden keine weiteren Beweismittel gesichert. „Ein Zusammenhang zwischen der ärztlichen Tätigkeit und dem weiteren Tatverdacht stellt sich nicht dar“, so die Behörde.

Weiterer Missbrauchsskandal an UKS 

Nach einer Mitteilung des UKS, die der Transparenz dienen sollte, hatte SOL.DE bereits über den Fall berichtet: „Besitz von Kinderpornografie und sexuelle Belästigung: Arzt von Homburger Uniklinik unter Verdacht“. Er reiht sich in Vorfälle ein, die 2019 Schlagzeilen machten, als bekannt wurde, dass ein anderer Assistenzarzt mehrere Kinder bei Untersuchungen sexuell missbraucht haben soll.

Verwendete Quellen:
– Deutsche Presse-Agentur