Arbeitskammer Saar kritisiert Vorschlag zur Verlängerung der Ladenöffnungszeiten

Die Arbeitskammer des Saarlandes ist gegen eine Ausweitung der Ladenöffnungszeiten. Die IHK hatte vorgeschlagen, die Läden ab dem 19. Dezember bis zum Jahresende länger zu öffnen.
Um den Andrang zu entzerren und mehr Kund:innen zu ermöglichen, schlug die IHK im Saarland vor, die Ladenöffnungszeiten auszuweiten. Die Arbeitskammer ist dagegen. Foto: BeckerBredel
Um den Andrang zu entzerren und mehr Kund:innen zu ermöglichen, schlug die IHK im Saarland vor, die Ladenöffnungszeiten auszuweiten. Die Arbeitskammer ist dagegen. Foto: BeckerBredel
Um den Andrang zu entzerren und mehr Kund:innen zu ermöglichen, schlug die IHK im Saarland vor, die Ladenöffnungszeiten auszuweiten. Die Arbeitskammer ist dagegen. Foto: BeckerBredel
Um den Andrang zu entzerren und mehr Kund:innen zu ermöglichen, schlug die IHK im Saarland vor, die Ladenöffnungszeiten auszuweiten. Die Arbeitskammer ist dagegen. Foto: BeckerBredel

„Der Vorschlag der IHK, in der jetzigen Situation die Ladenöffnungszeiten auszuweiten, mag aus rein wirtschaftlichen Gründen nachvollziehbar sein, aus Perspektive der im Einzelhandel Beschäftigten ist er jedoch sehr kritisch“, so Jörg Caspar, Vorstandsvorsitzender der Arbeitskammer des Saarlandes.

Hohe Belastung der Mitarbeiter:innen im Einzelhandel

Die Pandemie zeige zwar täglich die Wichtigkeit der Mitarbeiter:innen im Einzelhandel. Allerdings spiegele sich dies nicht in der Entlohnung wider. Auch die Belastung in der Corona-Krise werde bei der Bezahlung nicht berücksichtigt. Einige Arbeitgeber allerdings hätten diese Faktoren bereits erkannt. Als Lebensmittelläden im Frühjahr die Möglichkeit bekamen, länger zu öffnen, nahmen nicht alle Supermärkte daran teil.

Längere Ladenöffnungszeiten auf Kosten der Beschäftigten

„Die Belastungen der Corona-Krise dürfen nicht durch Ausweitung der Arbeitszeiten und Erhöhung des Gesundheitsrisikos auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden“, erklärkt Caspar. Dem Applaus müsse endlich die angemessene gesellschaftliche und finanzielle Wertschätzung folgen. 

Staat sei gefragt, die Unternehmen zu unterstützen

Die Arbeitskammer habe zwar Verständnis für die Existenzsorgen der Unternehmer:innen, allerdings sei hier der Staat gefragt, die Einschränkungen mit entsprechenden Hilfen zu kompensieren. Dazu gehöre etwa auch die generelle Aufstockung des Kurzarbeitergeldes von Anfang an.

Verwendete Quellen:
– Pressemitteilung der Arbeitskammer des Saarlandes