Baby-Boom im Saarland: So viele Neugeborene wie zuletzt vor 20 Jahren

Im Saarland sind 2021 so viele Kinder zur Welt gekommen wie seit über 20 Jahren nicht. Die Geburtenziffer pro Frau ist in ganz Deutschland gestiegen deutlich gestiegen.
Im Saarland sind so viele Kinder zur Welt gekommen wie zuletzt im Jahr 2000. Symbolfoto: Unsplash
Im Saarland sind so viele Kinder zur Welt gekommen wie zuletzt im Jahr 2000. Symbolfoto: Unsplash
In keinem der vorangegangenen 20 Jahre sind so viele Kinder im Saarland geboren worden wie 2021. Laut Statistischem Bundesamt kamen hierzulande im vergangenen Jahr insgesamt 8.339 Babys zur Welt. Das ist der höchste Wert seit 2000, als 8.783 Kinder im Saarland das Licht der Welt erblickten.

Darum kommen mehr Jungen als Mädchen zur Welt

Dabei kamen mit 4.227 Geburten mehr Jungen auf die Welt als Mädchen mit 4.112. Seit Beginn der Statistik im Jahr 1990 war die Quoten der männlichen Neugeborenen im Saarland stets höher als die der weiblichen. Der Grund ist laut Forschenden, dass es bei weiblichen Embryos im Verlaufe der gesamten Schwangerschaft häufiger zu Abgängen kommt. Im Saarland wurden im Jahr 2021 insgesamt 37  Totgeborene erfasst. Die Zahl schließt jedoch nur Föten ein, die mehr als 500 Gramm wogen oder nach der 24. Schwangerschaftswoche zur Welt kamen.

Höhere Geburtenziffer auch dank Corona-Pandemie

Bundesweit ist die Geburtenziffer erstmals seit 2017 wieder gestiegen. Im Schnitt lag sie bei 1,58 Kindern je Frau. Mit insgesamt 795.492 Neugeborenen kamen rund 22.000 Babys mehr zur Welt als 2020. Das Statistische Bundesamt führt die Entwicklung auf die stabile Lage auf dem Arbeitsmarkt und die „besondere Situation während der Corona-Pandemie zum Zeitpunkt der Zeugung“ zurück.

Frauen sind beim ersten Kind im Schnitt 30,5 Jahre alt

Bei der Geburt ihres ersten Kindes sind Frauen in Deutschland dabei im Schnitt 30,5 Jahre alt. Väter dagegen bekommen den ersten Nachwuchs im Mittel mit 33,3 Jahren. Der Altersunterschied der Eltern liegt damit bei durchschnittlich bei 2,8 Jahren. Dabei bekommen Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit mit je 1,49 Kindern deutlich weniger Nachwuchs als Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Hier liegt die Geburtenziffer bei 2,01 Kindern je Frau.
Verwendete Quellen:
Statistisches Bundesamt
– Eigene Recherche