Darum geht es im „Corona-Appell“ von Söder und Kretschmann an alle Ministerpräsident:innen

Es ist ein ungewöhnlicher Schritt: Markus Söder (CSU) und Winfried Kretschmann (Grüne) haben sich mit einem „Corona-Appell“ an ihre 14 Kolleg:innen gewandt. Darum geht es:

Links im Bild: Markus Söder (CSU). Rechts zu sehen: Winfried Kretschmann (Grüne). Fotos: (links) dpa-Bildfunk/Peter Kneffel | (rechts) dpa-Bildfunk/Christoph Schmidt
Links im Bild: Markus Söder (CSU). Rechts zu sehen: Winfried Kretschmann (Grüne). Fotos: (links) dpa-Bildfunk/Peter Kneffel | (rechts) dpa-Bildfunk/Christoph Schmidt

Corona-Appell von Söder und Kretschmann

In einem gemeinsamen Brief an ihre 14 Kolleg:innen fordern Markus Söder und Winfried Kretschmann eine strikte Anti-Corona-Politik mit einer konsequenten Umsetzung der Notbremse in Hotspots – auch mit nächtlichen Ausgangsbeschränkungen. Darüber hinaus plädieren die Regierungschefs von Bayern und Baden-Württemberg für eine Corona-Testpflicht an den Schulen nach den Osterferien.

Schreiben: „Die Lage ist ernst“

Seit einigen Wochen rolle die dritte Welle „unerbittlich über das Land“. Die Lage sei ernst. „Ernster als viele glauben“, heißt es in dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuvor hatte die „Süddeutsche Zeitung“ darüber berichtet.

„Wir müssen daher unsere Verantwortung jetzt wahrnehmen und dürfen nicht länger diskutieren. Das Virus verzeiht keine Verzögerungen“, mahnen Söder und Kretschmann. „Jeder weitere Tag des Zuwartens bedeutet tausende von neuen Ansteckungen, die sich exponentiell durch unser Land fressen.“

Notbremse gefordert

„Alle Instrumente, wie wir das Virus bekämpfen können, sind vorhanden – vor allem sind sie gemeinsame Beschlusslage“, betonen die beiden Ministerpräsidenten. „Getragen von einem einheitlichen Geist gilt es jetzt, die Notbremse ohne weiteres Überlegen und Zögern konsequent umzusetzen. Hierzu gehören nächtliche Ausgangsbeschränkungen und adäquate Kontaktbeschränkungen bei einer Inzidenz über 100 sowie eine konsequente FFP2-Maskenpflicht und Tests.“ Man müsse Corona konsequent bekämpfen. „Sonst laufen wir Gefahr, dass sich durch ein ständiges Hin und Her die Lage bis in den Sommer hinein fortsetzt.“

Einheitliche Regeln für Schule

Für die Zeit nach den Osterferien fordern beide, man müsse sich über einheitliche Regelungen für die Schule verständigen, „insbesondere über eine Testpflicht an den Schulen„. „Wer keinen negativen Test hat, soll dann auch nicht am Präsenzunterricht teilnehmen können.“ Das sei vor allem deshalb wichtig, weil sich derzeit die britische
Mutation unter Schüler:innen so stark verbreite – und dann wiederum in die Familien hineingetragen werde, warnen sie.

Verwendete Quellen:
– Deutsche Presse-Agentur