Facebook-Gruppe häkelt Kuscheltiere für Kinder im Caritas-Klinikum Saarbrücken

Mit einem echten Oktopus würden die meisten Kinder vermutlich nicht so gerne in einem Bettchen liegen. Bei den Kuscheltintenfischen, die die Gruppe "Stricken und häkeln für ein Kinderlächeln" der Caritas-Klinik spendeten, haben die vielen Arme, die die Neugeborenen umgreifen, aber einen besonderen Zweck. 
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„Die Tentakel der gehäkelten Oktopusse erinnern an die Nabelschnur, so fühlen sich die Kleinen wohler – ganz so, als wären sie wieder im Bauch ihrer Mama“, erklärt Jennifer Remark, die Leiterin der Neonatologie im Caritas Klinikum Saarbrücken.

Frühchen Lina und Henri kuscheln mit gehäkelten Tintenfischen

Dort gingen die kleinen Kuscheltiere an Lina und Henri. Die Zwillinge waren bei der Geburt Ende Juni nur 44 und 45 Zentimeter groß. Leni wog nur 1920 Gramm, Henri immerhin 2.366 Gramm (Zum Vergleich: Normal sind 48 bis 56 Zentimeter und 2.800 bis 4.200 Gramm). Beide sind gesund und entwickeln sich gut, allerdings müssen sie zeitweise noch im Wärmebett liegen. Ihre Eltern verbringen so viel Zeit wie möglich mit den Neugeborenen.

Wenn sie mal nicht da sind, liegen die kleinen Häkeltiere in greifbarer Nähe. „In ihren Wärmebettchen kuscheln sich die beiden an ihre Tierchen und klammern sich an den Tentakeln fest“, so Remark. „Die Tierchen riechen mittlerweile auch nach den Eltern. Der Geruch und die Tentakel beruhigen die beiden und sorgen dafür, dass sich die Kleinen sicher und geborgen fühlen“, berichtet die erfahrene Kinderkrankenschwester.

Spenden von „Stricken und häkeln für ein Kinderlächeln“

Die Facebook-Gruppe strickt, häkelt und näht seit November 2019 für das Caritas-Klinikum Saarbrücken. Alles begann mit Trostpüppchen für Kinder in der Hals-Nasen-Ohrenklinik. Die Handarbeiten bringt die Gründerin von „Stricken und häkeln für ein Kinderlächeln“, Heike Mauermann, persönlich vorbei. Zum Portfolio gehören auch Bärchen und Kissen.

Die Kuscheltiere dürfen die Kinder natürlich mit nach Hause nehmen. Bald soll es für die Neonatalogie wieder Nachschub an Tintenfischen geben und auch Neugeborene und ihre Geschwister sollen kleine selbstgemachte Geschenke bekommen.

Caritas-Klinikum freut sich über Unterstützung

„Es ist toll, dass es Menschen wie Heike Mauermann gibt, die anderen etwas Gutes tun“, so Susanne Faas, Leiterin der Abteilung Marketing und Öffentlichkeitsarbeit. Die Caritas-Klinik freue sich sehr über die selbstlosen Spenden der Gruppe. Die will das Krankenhaus auch weiterhin unterstützen.

Verwendete Quellen:
– Pressemitteilung des Caritas-Klinikums Saarbrücken
– Facebook-Gruppe: „Stricken und häkeln für ein Kinderlächeln“