Graffiti-Aktion gegen Nazi-Sprüche am Staden

In den vergangenen Monaten wurden die Kunstwerke der Graffiti-Wand am Saarbrücker Staden mit rassistischen und homophoben Sprüchen verschandelt. Heute gestaltet die regionale Graffiti-Szene die Wand zum Teil neu.
Übersprayte Graffitis am Staden. Foto: Patrick Horn
Übersprayte Graffitis am Staden. Foto: Patrick Horn
Übersprayte Graffitis am Staden. Foto: Patrick Horn
Übersprayte Graffitis am Staden. Foto: Patrick Horn

In den vergangenen Monaten wurde die Graffiti-Wand am Saarbrücker Staden mehrmals mit rassistischen und homophoben Sprüchen übersprayt. So wurden die kleinen Kunstwerke mit Parolen wie beispielsweise „kranke Schwuchtelkunst“, „entartete Negerkunst“, „Kanackenkunst“ oder „Rassenschande“ überdeckt.

[legacy_gallery images=“43915,43916,43917,43918,43919,43920,43921″ title=“Verunglimpfung der Graffitis am Saarbrücker Staden“ teaser=“Widerliche Sprüche überlagern die Kunstwerke am Saarbrücker Staden.“ ]

Gegen diese Nazi-Parolen möchte die regionale Sprayer-Szene heute ein Zeichen für eine vielfältige und offene Gesellschaft setzen. Rund 50 Künstler aus der Region treffen sich hierfür unter dem Motto „Malen nach Zahlen – gemeinsam für Toleranz“ am Staden, um Teile der Graffiti-Wand neu zu gestalten. Die mit rassistischen Sprüchen verunstalteten Teile wurden bereits in den vergangenen Wochen mit neuen Pieces gestaltet. Heute sollen dann weitere Teile der Wand mit frischen Kunstwerken aufgepeppt werden.

Unterstützt wird die Aktion übrigens auch vom saarländischen Ministerium für Bildung und Kultur, das rund 700 Euro für die Farbe der Sprayer gespendet hat. Daneben wird die Spray-Aktion vom Regionalverband Saarbrücken sowie zahlreichen privat engagierten Menschen unterstützt.

Jeder ist willkommen

Die Aktion läuft bereits seit 10 Uhr morgens und findet noch bis etwa 21 Uhr heute Abend statt. Zuschauer sind ausdrücklich willkommen. Also wir wär’s, wenn ihr den sonnigen Samstag einfach am Staden verbringt?