Großer Run auf kostenlose FFP2-Masken im Saarland

Schon am ersten Tag haben sich Zehntausende Menschen im Saarland mit kostenlosen FFP2-Masken eingedeckt. Für die Apotheken ist die Verteilaktion eine große Herausforderung.
Menschen ab 60 und Personen mit Risikofaktoren können zunächst drei kostenlose FFP2-Masken in den Apotheken bekommen. Foto: Martin Schutt/dpa-Bildfunk
Menschen ab 60 und Personen mit Risikofaktoren können zunächst drei kostenlose FFP2-Masken in den Apotheken bekommen. Foto: Martin Schutt/dpa-Bildfunk
Menschen ab 60 und Personen mit Risikofaktoren können zunächst drei kostenlose FFP2-Masken in den Apotheken bekommen. Foto: Martin Schutt/dpa-Bildfunk
Menschen ab 60 und Personen mit Risikofaktoren können zunächst drei kostenlose FFP2-Masken in den Apotheken bekommen. Foto: Martin Schutt/dpa-Bildfunk

Im Saarland gibt es einen regelrechten Run auf die kostenlosen FFP2-Masken. Wie die Apothekerkammer am Mittwoch (16. Dezember 2020) mitteilte, seien am Tag zuvor mehrere 10.000 Risikopatient:innen mit den Masken versorgt worden.

Große Nachfrage nach Masken

„Viele Apotheken haben schon bis mittags doppelt so viele Patient:innen versorgt wie sonst am ganzen Tag“, sagte Manfred Saar, Präsident der Kammer. „Die Tagesvorräte waren dann weg, aber bei den meisten Kolleg:innen kommen fast täglich neue Lieferungen rein.“

Wer bekommt die kostenlosen Masken?

Deutschlandweit können Corona-Risikopatient:innen seit Dienstag drei kostenlose FFP2-Masken erhalten. Zu ihnen zählen Menschen, die mindestens 60 Jahre alt sind oder bei denen mindestens einer dieser Risikofaktoren vorliegt:
– Diabetes Typ-2
– COPD oder Asthma
– Herzinsuffizienz
– Schlaganfall oder Demenz
– aktive Krebserkrankung
– Transplantation oder schwere Niereninsuffizienz

Risikopatient:innen wird empfohlen, eine entsprechende Eigenerklärung mitzubringen oder sie vor Ort in der Apotheke auszufüllen.

Apotheken richten Ausgabeplätze ein

Erste Rückmeldungen hätten laut Kammer gezeigt, dass die Apotheken die Verteilung stemmen konnten. Viele Apotheken hätten gesonderte Maskenausgabeplätze eingerichtet, um die Infektionsgefahr zu reduzieren – teilweise auch im Freien.

Die meisten sollen bis Weihnachten versorgt sein

„Wenn es irgendwo noch ruckelt, dann bitte ich die Patient:innen um etwas Geduld“, so Saar. Die Kammer gehe davon aus, dass die meisten Anspruchsberechtigten bis Weihnachten ihre drei Masken bekommen werden. Bis zum 6. Januar können sie sie abholen.

Beschaffung und Verteilung eine Herausforderung

Kammer-Präsident Saar wies auch auf Herausforderungen bei der Verteilung der Masken hin. „Der zeitliche Vorlauf war extrem kurz. Die Apothekenteams sind ohnehin belastet, weil sie seit Ausbruch der Pandemie oft in getrennten Schichten arbeiten, um auch im Falle einer Infektion im Personal den Betrieb aufrechterhalten zu können.“ Zudem treffe die Schließung der Schulen und Kita im Lockdown auch die Beschäftigten in den Apotheken. Die Beschaffung und Prüfung der Masken sei aufwändig, da diese nicht aus den Beständen des Bundes stammen, sondern auf dem freien Markt besorgt werden müssen. Dieser sei laut Saar derzeit sehr unübersichtlich.

Verwendete Quellen:
– Mitteilung der Apothekerkammer des Saarlandes, 16.12.20202
– eigener Bericht